Balkonplatten fachmännisch reinigen

Bevor die Grillsaison eingeleitet wird, ist es in den meisten Fällen unumgänglich, dass zunächst die Terrasse wieder auf Vordermann gebracht wird. Dazu gehört auch die Reinigung des Bodenbelags, denn oft hat sich das Unkraut schon seinen Weg durch die Fugen gebahnt und die Fliesen selbst sind, vermoost, mit Algen befallen und verschmutzt und bedürfen einer gründlichen Reinigung. Erfahren Sie im Folgenden mehr über die richtige Vorgehensweise.
Die Reinigung der Balkonplatten ist nicht nur vom ästhetischen Standpunkt her sinnvoll, sondern auch sicherheitstechnisch, denn glitschige Fliesen können schnell zu Unfällen führen. Welche Methode Sie bei der Reinigung anwenden, ist abhängig vom Verschmutzungsgrad, aber auch vom Material des Bodenbelages.

Wie geht man vor?

Große Balkonplatten sind im Allgemeinen leichter zu reinigen als Balkonfliesen, da sie weniger Fugen haben, in denen sich Pflanzen ausbreiten können. Auf schleifende oder kratzende Reiniger bzw. Reinigungswerkzeuge sollte man besser verzichten, da sie die Fliesen beschädigen können.
Liegen nur leichte Verschmutzungen vor, kann man zu gebräuchlichen Hausmitteln greifen, um diese zu beseitigen. Dafür die Fläche zunächst fegen und dann ein Gemisch aus Soda und Wasser auftragen und einige Stunden einwirken lassen. Im Anschluss wird entfernt man Reiniger und Schmutz mit Hilfe eines Schrubbers und Wasser. Diese Methode ist nicht nur effektiv, sondern auch umweltschonend und kostet fast nichts, allerdings macht sie etwas Arbeit.

Grünbewuchs entfernen

Gegen Bewuchs mit Pflanzen und Algen hilft dieses Hausmittel allerdings nicht. Viele Menschen greifen dann zu Grünbelag- und Algenentferner, die das Wurzelgeflecht abtöten. Diese Methode ist zwar effektiv, schadet der Umwelt allerdings enorm, da die Reiniger Pestizide enthalten, die auch Schädlich für Menschen, Tiere und Pflanzen sind. Man kann Unkraut auch mit einem Fugenkratzer entfernen. Dies ist aber sehr mühselig und wohl nur für kleinere Flächen geeignet. Abflämmen mit Hilfe von Gas oder Infrarot ist dagegen effizient und umweltfreundlich.
Besonders empfehlenswert ist die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger, der gänzlich ohne Chemie auskommt, für große Flächen geeignet ist und wirksam gegen Verschmutzung und Vergrünung ist. Diese Reinigungsmethode sollte allerdings ein Profi vornehmen, da sie einige Schutzmaßnahmen erfordert.

Wohlfühlambiente auf der Terrasse mit der passenden Bodengestaltung

Die Sommersaison naht mit Riesenschritten und bald schon kann man wieder lauschige Abende auf der Terrasse verbringen oder ein gemütliches Sonnenbad genießen. Doch vorher gilt es, sich Gedanken über die Terrassengestaltung zu machen, denn die Frage, wie diese aussehen soll, stellt sich jedes Jahr aufs Neue. Doch nicht nur eine schöne Bepflanzung und die passenden Gartenmöbel sind hier von Bedeutung, sondern auch ein wetterfester und attraktiver Terrassenboden. Oft haben Winter, Frost und Feuchtigkeit ihre Spuren hinterlassen, die nun beseitigt werden müssen. Eine Neuverlegung von Fliesen für die Terrasse kann hier langfristig Abhilfe schaffen und gleichzeitig kann dem Boden ein neues, modernes Aussehen verliehen werden.

Auf die richtigen Materialien kommt es an

Um für lange Zeit Freude an seinem Terrassenboden zu haben, sollte man das richtige Material aussuchen. Es muss Wasser- und frostresistent sein, damit auch ein frostiger, langer Winter ihm nichts anhaben kann. Betonplatten sind hier eine gute Wahl. Daneben eignen sich z.B. auch Pflastersteine, die es inzwischen auch in verschiedenen Größen und Farbabstufungen gibt, so dass auch die Optik nicht zu kurz kommt. Vorraussetzung für ihre Verlegung ist eine glatte Splitfläche, damit die Steine einen guten Halt haben. Verfugen ist in der Regel nicht nötig, es ist aber sinnvoll, die Zwischenräume mit Sand auszufüllen.

Gestalten mit Verlegemustern

Bei der Gestaltung der Bodenfläche hat man mit verschiedenen Verlegemustern unterschiedliche Möglichkeiten und kann so ein je unterschiedliches Gesamtbild erreichen. Dieses wird natürlich durch die Optik der verwendeten Fliesen unterstützt. Beliebt ist z.B. der sogenannte Kreuzverband, bei dem die Fliesen gerade zueinander ausgerichtet, so dass zwischen den Fliesen Kreuze entstehen. Diese Verlegeart eignet sich hervorragend für großformatige Bodenplatten und Fugen in Kontrastfarben. Einfach verlegen lässt sich auch der Fliesenverband mit leichtem Versatz, der Fliesen in nur einer Größe benötigt, was oft preiswerter ist als unterschiedliche Formate. Durch das versetzte Verlegen entsteht eine optische Bewegung, ebenso wie beim sogenannten Fischgrätverband, bei dem die Platten durch regelmäßiges Drehen ein Muster bilden, dass an Fischgräten erinnert. Allerdings funktioniert das nur mit rechteckigen Platten oder Pflastersteinen.
Mehr zum Thema Terrassenboden erfahren Sie bei Ihrem Fliesenfachmann.

Fliesen Rosenspitz – ein hoher Anspruch an das Verlegen

Mit Schwerpunkt in Süddeutschland sind Verlege-Muster der Fliesen Rosenspitz in zahlreichen Gebäuden im Landhausstil anzutreffen. Mit dieser Fliesenart entsteht sowohl in Privathäusern, aber auch Restaurants oder Hotels eine sehr behagliche Atmosphäre.

Im Internet wird dem interessierten Nutzer gezeigt, wie man das Zuhause durch dieses klassische Verlege-Muster dieser Fliesen optisch aufwerten kann.

Dieses Verlege-Muster wird seit Jahrhunderten verarbeitet und kommt vor allem bei im Landhausstil eingerichteten Häusern zu Geltung und ist dort auch sehr beliebt. Hierbei handelt es sich um ein Verlege-Muster, das aus Fliesen und Schiffchen, auch Navetten genannt, besteht. Diese werden für die quadratische Umrandung benötigt. Für eine individuelle Bodengestaltung können sowohl schmale als auch breite Navetten verwendet werden. Beim Einsatz von schmalen Navetten erscheint der Boden größer, da dadurch das Verlege-Muster gestreckt wird. Breitere Navetten verleihen dagegen dem Boden eine gewisse Gediegenheit.

Kombination Rosenspitz mit anderen Verlege-Mustern

Die vielseitige Variationsmöglichkeit entsteht aus dem Format der Navetten. Dadurch kann entweder eine stauchende oder gestreckte Optik-Wahrnehmung des Bodens entstehen. Auch die entsprechende Farbauswahl-Möglichkeiten, entweder zwei oder dreifarbig , ermöglicht eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten mit anderen Verlege-Mustern, die dann ein entsprechendes vorzeigbares und schönes Muster entstehen lassen.

Auch die Formgeberung der Quadrate und Navetten, die identisch oder gegensätzlich sein kann, fügt noch zusätzlich ein belebendes Element die die Variationsmöglichkeiten mit ein.

Hohe Anforderung bei der Verlegung von Rosenspitz

Bei einer Rosenspitz-Verlegung handelt es sich nicht um eine einfache Diagonalverlegung, sondern die Verlegung gestaltet sich hier wesentlich schwieriger und sollte auf jeden Fall von einem erfahrenen Fliesenleger durchgeführt werden. Hier muss eine große Sorgfalt beim Anlegen und Verlegen an den Tag gelegt werden. Wenn der Boden einen rustikalen Anstrich erhalten soll, sind Rosenspitz-Muster die richtige Wahl.Gerade auch durch die vielfältigen Variationsmöglichkeiten mit anderen Verlege-Mustern machen die Böden mit Rosenspitz einzigartig und es entsteht ein Unikat.

Sichere und schöne Wandverkleidung im Bad

Feuchträume wie Bad und auch Küche stellen die größten Anforderungen was die Wandverkleidung angeht, denn hier besteht die größte Gefahr, dass Feuchtigkeit in die Wände eindringt, insbesondere im Spritzwasserbereich um Badewanne, Waschbecken und Dusche. Deshalb sollte hier sehr viel Wert auf eine qualitativ hochwertige Verkleidung der Wände gelegt werden, da eindringende Feuchtigkeit große Schäden im Gemäuer anrichten kann. Im schlimmsten Fall kann es sogar notwendig werden, dass die feuchte Wand komplett aufgerissen und das Wasser abgeführt werden muss. Hinterher muss die Wand neu verkleidet werden. Das kann schon mal mehrere tausend Euro kosten. Um das zu vermeiden, muss man auf Qualität setzen.

Alles dicht mit Fliesen

Nach wie vor stehen Fliesen als Wandverkleidung im Bad an erster Stelle und das mit Recht, schützt es doch die Wände am nachhaltigsten vor eindringender Feuchtigkeit und ist damit um einiges effektiver als Holz, Ton oder andere Materialien. Fliesen sind aber nicht nur praktisch, sondern sehen dazu auch noch gut aus. Es muss heutzutage nicht mehr alles langweilig weiß sein, denn den beliebten Baustoff gibt es in einer fast unüberschaubaren Vielfalt, so dass die Gestaltungsmöglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Farben und Formen lassen sich nach Belieben kombinieren und variieren, ob bunt oder mit Bordüre, hier sollte für jeden Geschmack etwas zu finden sein. Wer es individuell mag, kann auch zu Mosaikfliesen greifen und mit Naturstein ist man ganz nah an der Natur.

Steinoptik als Alternative zu Naturstein

Wem echter Naturstein für die Wandverkleidung im Bad zu teuer ist, der kann Fliesen in Steinoptik als Alternative einsetzen, die optisch und auch haptisch kaum vom Original zu unterscheiden sind. Daneben bieten sie den Vorteil, dass sie pflegeleichter und in der Verarbeitung weniger aufwendig sind, denn die Paneelen sind leicht an die Wand anzuschrauben und bei Bedarf auch wieder abzuschrauben. Das Anbringen der Fliesen, egal aus welchen Material, sollte aber immer gestandenen Fachleuten überlassene werden, die mit den jeweiligen Materialien vertraut sind und sich mit den Verlegungsvorgängen auskennen.

Zementmosaikplatten – Jahrhunderte alte Tradition und doch modern

Mit Zementmosaikfliesen verbinden die meisten Menschen historische Gebäude wie Kirchen oder die Prachtbauten des Adels. In der Tat handelt es sich bei diesen Fliesen um einen traditionellen Baustoff, der sogar in die kunstvollen Bauten des katalanischen Meisterarchitekten Anton Gaudí. Doch heutzutage entdecken immer mehr Bauherren die Wirkung, die sich mit diesem Material auch in Privathäusern erzielen lässt und so findet es zunehmend seinen Weg in die Badezimmer, Küchen und Eingangsbereiche. Denn Zementmosaikfliesen müssen nicht dunkel sein, wie in der Kirche, vielmehr bestechen die modernen Fliesen mit hellen, klaren Farben und prächtigen Mustern. So kommt es, dass dieser Baustoff eine historische Aura und lange Tradition hat und gleichzeitig ganz modern daher kommt.

Mosaikfliesen aus Zement – die Auswahl ist riesig

Wer sich für die Ausstattung eines oder mehrerer Räume mit Zementmosaikplatten entscheidet, hat die Qual der Wahl, denn die Fliesen gibt es in unzähligen Varianten. Neben dem klassischen Schachbrettmuster, das man heutzutage wieder häufiger antrifft, gibt es unifarbene Varianten, die sich untereinander hervorragend kombinieren lassen. Ob abstrakte Muster oder florale Designs, Wünsche bleiben auch bei den farbigen Varianten kaum offen. Auch die Formate, in denen die Fliesen erhältlich sind, sind vielfältig. Ob großformatige oder kleinformatige Exemplare, ob vier- oder achteckige – hier findet sich für jeden Geschmack etwas. Bei der Wahl der passenden Größe ist natürlich auch die Größe des zu fliesenden Raumes mit einzubeziehen. So wirken z.B. kleinere Räume durch große Fliesen optisch weitläufiger.

Das Verlegen lieber den Fachleuten überlassen

Damit man lange Freude an den Zementmosaikfliesen hat, sollte man die Verlegung besser einem Fachmann überlassen, der sich mit der Materie auskennt. Denn um ein perfektes Endergebnis zu erzielen, gilt es, einige Voraussetzungen zu beachten. Beispielsweise ist es von großer Bedeutung einen geeigneten Fliesenkleber zu verwenden, der garantiert, dass der Bodenbelag auch langfristig stabil bleibt und sich keine einzelnen Fliesen lockern. Die Fugen sollten so schmal wie möglich sein, denn so kommen attraktive Muster am besten zur Geltung. Ganz wichtig ist es, die Zementfliesen nach dem Verlegen zu imprägnieren, damit sie vor Feuchtigkeit geschützt sind.

Treppenfliesen – was muss man beachten?

Bei Treppenfliesen für den Innen- oder Außenbereich stehen neben den optischen Eigenschaften auch die Sicherheit und die Qualität des Materials im Vordergrund. Zum einen soll der Belag der Treppe eine harmonische Einheit mit dem übrigen Raum bilden, zum anderen werden Treppen in der Regel intensiv genutzt, so dass die Langlebigkeit und Robustheit sowie Sicherheitsaspekte der Fliesen nicht vernachlässigt werden dürfen. Wer also den Bau einer Treppe plant, muss versuchen optische und materialtechnische Gesichtspunkte unter einen Hut zu bekommen.

Die passenden Fliesen für Treppen

Besonders empfehlenswert für Treppen sind keramische Fliesen, die sich besonders leicht reinigen lassen, eine Eigenschaft, die insbesondere in viel belaufenen Treppenhäusern von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Spezielle Treppenfliesen sind auch schon mit einem passenden Profil an der vorderen Stufenkante ausgestattet, die eine rutschhemmende Wirkung haben, was vor allem bei einem glatten Material sehr wichtig ist, damit niemand beim Hinabsteigen ins Schleudern kommt.
Für Treppen im Außenbereich sind aber auch andere Materialien wie Natur- oder Betonstein geeignet. Hier ist es vor allem wichtig, dass das Material frostresistent, eine Eigenschaft, über die Naturstein verfügt. Fliesen für den Außenbereich sollten zudem immer glasiert sein, damit keine Feuchtigkeit eindringt, die die Rutschgefahr um ein Vielfaches erhöht. Auch hartnäckigen Schmutzablagerungen wird so vorgebeugt. Natursteine, die sich als Treppenbelag für den Außenbereich besonders eignen, sind z.B. Granit, Terracotta oder Sandstein – Materialien, die auch für den Innenbereich geeignet sind und hier auch in verschiedenen Kombinationen zum Einsatz kommen können.

Treppenfliesen richtig verlegen

Bei Treppen unterscheidet man zwischen Sockelbereich sowie Tritt- und Setzstufen (senkrechter Bereich zwischen zwei Trittstufen). Diese drei Komponenten sollen ein harmonisches Ganzes ergeben.Die Trittfliesen können mit einem geringen Überstand verlegt werden, so dass sich die Auftrittsfläche vergrößert und die Sicherheit erhöht wird. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Fugen gewidmet werden, insbesondere wenn schmale Keramikplatten verwendet werden, damit die beim Benutzen der Treppe entstehenden Spannungen gut ausgeglichen werden können. Breite Fugen im Bereich der Sockelplatten sorgen zudem für eine schalldämmende Wirkung.

Granitfliesen vereinigen Widerstandsfähigkeit mit edler Optik

Immer mehr Bauherren verwenden Fliesen aus Granit, doch warum ist dieses Material so beliebt? Granit ist ein Naturstein, der durch nicht nur über ein bestechendes Aussehen, sondern auch durch seine Robustheit und Widerstandsfähigkeit auffällt. Es handelt sich dabei um ein grob kristallines Tiefengestein, das aus den Bestandteilen Feldspat, Quarz und Glimmer zusammengesetzt ist, wobei Quarz und Feldspat für die spezielle Härte des Granits verantwortlich sind. Die Zusammensetzung der Bestandteile des Granits variieren je nach Sorte und Vorkommen.

Fliesen aus Granit – jede ein Unikat

Aufgrund der Tatsache, dass Granit ein Naturmaterial ist, gleicht keine aus diesem Material hergestellte Fliese der anderen. Die im Granit enthaltenen Mineralien sorgen für eine abwechslungsreiche Palette an intensiven Farbtönen, die bei einem hellen Grau beginnt und sich über verschiedenste Nuancen von Rot, Blau und Gelb bis hin zu satten Schwarzfärbungen erstreckt und bei der Auswahl nahezu keine Wünsche offen lässt. Doch nicht nur die Farbtöne sind von Fliese zu Fliese unterschiedlich, auch die Maserung ist immer wieder neu und anders. So wird jede der Fliesen zum Unikat und bietet immer neu Möglichkeiten der Gestaltung, denn die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unüberschaubar. Die Vielfältigkeit im Detail stellt dabei jedoch immer einen harmonischen Gesamteindruck her, der jedes Haus aufwertet.

Robuste Fliesen für den Innen- und Außenbereich

Doch wie bereits angedeutet, ist die Beliebtheit der Granitfliesen nicht nur in ihrer Optik begründet, sondern auch in ihrer Widerstandsfähigkeit, die es erlaubt, das Material sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zu verlegen. Sie sind frostunempfindlich und können daher z.B. gut als Bodenbelag für die Terrasse eingesetzt werden. Auch im Haus werden sie gern verwendet. Sowohl drinnen als auch draußen kommen sie poliert zum Einsatz, sollten aber trotzdem, v.a. in Nassräumen und im Außenbereich imprägniert oder versiegelt werden, um sie vor eindringendem Wasser und eventuellen Frostschäden zu schützen. Mit Hilfe dieses Schutzes sind Fliesen aus Granit leicht zu reinigen und werden als Bodenbelag, aber auch als Wandfliesen viel Freude bereiten.

Naturstein im Innen- und Außenbereich selbst verlegen

Wer in seinem Leben schon einige Erfahrungen als Heimwerker gesammelt hat, kann es sich durchaus zutrauen, Fliesen aus Naturstein im Innen- und Außenbereich selbst zu verlegen. Allerdings setzt diese eine gründliche Vorbereitung und Planung voraus. Man sollte mit den Eigenschaften des Materials Naturstein sehr gründlich vertraut sein und die Unterschiede beim Verlegen im Innen- bzw. Außenbereich kennen.

Naturstein verlegen im Außenbereich

Im Außenbereich ist es besonders wichtig, dass der Belag aus Naturstein frostsicher ist. Dazu muss das Material selbst frostresistent sein, aber auch beim Verlegen gibt es diesbezüglich einiges zu beachten. Besonders wichtig ist es, dass Regenwasser, Schneeschmelze etc. gut abfließen können. Terrassen und Wege sollten aus diesem Grund eine leichte Neigung aufweisen. Zur Sicherheit kann man auch eine Frosttragschicht einbauen, die aufgestaute Nässe und somit Frostschäden mindert. Außerdem ist eine Verdichtung der Tragschichten und der Einbau einer Drainageschicht notwendig, damit Wasser zur Seite hin abfließen kann.
Die Natursteinplatten können im Dünn- sowie im Dickbettverfahren verlegt werden. Für jedes dieser Verfahren gibt es speziellen Mörtel. Welches man anwendet ist von der gewählten Steinart abhängig. Man sollte unbedingt die auf der Verpackung angegebenen Mischungsverhältnisse und Trocknungszeiten einhalten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es kann auch vorkommen, dass Natursteinpaltten unterschiedlich dick sind, sodass eine Ausgleichsmasse in den Untergrund eingebaut werden muss, um die nötige Flächenneigung zu erreichen.
Auch für die Fugen kann man bereits fertige Mischungen im Handel erwerben. Dabei ist es wichtig, dass die Fugen atmen können. Wasserundurchlässige Fugenmasse ist hier also die falsche Wahl.

Fliesen aus Naturstein im Innenbereich

Weniger Aufwand bereitet das Verlegen von Naturstein im Innenbereich, trotzdem muss sorgfältig gearbeitet werden. Zumeist werden hier Fliesen bis zu einer Stärke von 1,5 cm verwendet. Der Schutz vor Frostschäden spielt keine Rolle. Zunächst wird die Verlegefläche gereinigt und der Verlegeuntergrund aufgebracht. Dann kann verlegt werden. Man sollte im Vorhinein eine Skizze gemacht und den Materialverbrauch gut kalkuliert haben. Um sich die Pflege des Natursteins zu erleichtern, ist es unumgänglich die Fliesen nach dem Verlegen zu imprägnieren.

Fliesenverarbeitung – es gibt viele Unterschiede

Wenn man im Bad oder in der Wohnung Fliesen verarbeitet und hinterher keine unangenehmen Überraschungen erleben möchte, sollte beim Kauf und Aussuchen der Fliesen auf wichtige Gütekriterien geachtet werden.

Die Qualitätskriterien

Abriebfestigkeit

Wenn man von der Belastbarkeit ausgeht, werden Boden- und Wandfliesen sehr unterschiedlich belastet. Dieser jeweiligen Belastung sind sie täglich ausgesetzt. Wichtig dabei ist, dass trotz dieser Belastung nicht allzu viel Abrieb entsteht. Deshalb erfolgt eine Einteilung in fünf Abriebklassen.

Das fängt an mit der Abriebklasse 1 für sehr geringe Belastung (im Bereich Schlafen und Baden) und schließt mit der Abriebklasse 5 für sehr hohe Belastung (zum Beispiel gewerbliche Räume).

Trittsicherheit

Damit niemand ausrutscht, sollten die Fliesen rutschfest sein.
Auch hier gibt es fünf Bewertungsgruppen, angefangen mit R 9 bis zu R 13.Für die Verwendung in Wohnungen sollten die dort eingesetzten Bodenfliesen mindestens R 9 (Neigungsgrad von 3 Grad bis 10 Grad) erreichen.

Rutschfestigkeit

Hier gibt es drei Bewertungsgruppen, mit der Teilung von A – C. Die Bewertung A sagt geringe Rutschfestigkeit aus, während C wesentlich rutschfester ist. Dies ist hauptsächlich wegen der Ausrutschgefahr und den damit verbunden eventuellen Unfällen in Küche und Bad zu beachten.

Einheitliche Farbgebung

Boden- und Wandfliesen können aufgrund ihrer Herstellung farbliche und größentechnische Abweichungen aufweisen. Deshalb sollte die Lieferung aus der gleichen Brandfarbe erfolgen.

Wasseraufnahme

Bodenfliesen sollten so wenig wie möglich Wasser aufnehmen. Am wenigsten Wasser nehmen Feinsteigzeugfliesen auf. Bei der Verwendung solcher Fliesen ist man auf der sicheren Seite.

Sonstiges

Damit es keine Probleme beim Fliesenbezug und – einbau gibt, sollte man neben den persönlichen Farb- und Optik-Wünschen unbedingt auf die erwähnten Richtlinien achten. Eine Ausnahme bilden hier Wand- und Mosaikfliesen. Bei diesen spielen nur die beiden zuletzt erwähnten Qualitätskriterien eine Rolle.

Zusätzlich sollte man darauf achten, dass die Verlegung durch einen Fachmann durchgeführt wird. Dadurch erspart man sich unnötigen Ärger.

Ein Bad wie neu dank Fliesenbeschichtung

Das Bad soll ein Ort der Ruhe und der Entspannung sein. Hier möchte man ausspannen und dem Alltag für einige Momente entfliehen. Dazu sollte dieser Raum jedoch auch optisch eine Wohlfühloase sein. Das ist leider nicht überall der Fall. Gerade in Mietwohnungen muss man sich oft mit alten und verwohnten Bädern zufriedengeben. Besonders schmutzige Fugen und alte Fliesen trüben das Erscheinungsbild. Hier kann man sich aber leicht selbst helfen, denn nicht immer ist eine Komplettsanierung nötig. Die Fliesenbeschichtung ist, ebenso wie das Fliese-auf-Fliese-Verlegen, eine zeit- und nervensparende Alternative, das Bad in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Fliesenbeschichtung näher betrachtet – Fliesenaufkleber

Falls Sie sich für die Variante der Fliesenbeschichtung entschieden haben, haben Sie mehrere Möglichkeiten der Umsetzung, über die wir Sie hier informieren möchten. Eine preiswerte Variante ist es, die Fliesen mit Fliesenfolie zu überkleben, die es für wenig Geld im Versandhandel gibt. Dabei können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen, denn Sets mit schönen Motiven gibt es schon ab ca. 12 Euro. Darüber hinaus können Sie mit selbstklebender Folie auch eigene Muster erstellen.

Alte Fliesen einfach lackieren

Eine weitere Möglichkeit ist das Überlackieren der unansehnlich gewordenen alten Fliesen. Für diesen Zweck gibt es spezielle Lacke, die sich mit einer feuchten Schaumstoffrolle sauber aufbringen lassen. Dafür muss der Untergrund jedoch grundiert werden, denn nur so ist ein einheitliches Erscheinungsbild garantiert. Die Lackiermethode ist sehr effektiv, kleine Risse oder hässliche graue Silikonfugen verschwinden unter dem Lack. Zudem erfolgt eine Versiegelung, die vor eindringender Feuchtigkeit Schutz bietet. Das benötigte Material erhält man bereits im Set zusammengestellt ab ca. 30 Euro.

Wer nicht neu verlegen möchte, kann auch zu Fliesenrollen greifen, die wie Tapete auf den Untergrund aufgebracht werden und mit Hilfe von Tapetenkleister halten. Es handelt sich dabei um eine Vinylschicht, die einer verfliesten Wand zum Verwechseln ähnlich sieht, aber auch nach vielen Jahren noch einfach wieder entfernen lässt. Diese bietet aufgrund der fehlenden Fugen auch den Vorteil der einfachen Reinigung und ist wasserdicht.
Für welche Variante Sie sich auch entscheiden, Sie ersparen sich in jedem Fall eine Menge Arbeit, Lärm und Dreck.