Bodenfliesen streichen statt entfernen

Wenn man in eine neue Wohnung oder ein neues Haus zieht, findet man nicht immer die allerschönsten Bodenfliesen in Küche und Bad vor. Im Gegenteil – häufig muss man sich braune oder scheußlich gemusterte Fliesen gefallen lassen. Für einige Menschen ist es aber auch nach einigen Jahren mit den alten Bodenfliesen Zeit, frischen Wind in die eigenen Wände zu bringen. Wer allerdings den Aufwand für das Verlegen neuer Kacheln scheut oder wem es schlicht und einfach zu teuer ist, der kann auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, die alten Fliesen einfach zu überstreichen. Denn oft ist es mit der Entfernung der alten Kacheln nicht getan, sondern es werden aufwendige Estricharbeiten nötig, die schnell das zur Verfügung stehende Budget sprengen können.

Welche Produkte Materialien werden benötigt?

Bei der Farbe, die man zum Überstreichen der alten Bodenfliesen verwendet, hat man die Wahl. Zum einen kann man Epoxidharz-Lacke verwenden, die man sich im Fachhandel in jedem gewünschten Farbton anrühren lassen kann. Das ist aber nicht ganz billig. Wer eine preiswertere Variante sucht, kann auch zu einem der fertig zusammengestellten Sets greifen, die im Internet oder im Baumarkt zu diesem Zweck angeboten werden. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass man genügend Farbe für die zu streichende Fläche kauft. Die Inhaltsmengen bei den verschiedenen Sets variieren oft stark. Die Sets beinhalten in der Regel die Grundierung und den Fliesenlack. Darüber hinaus ist in einigen Sets auch ein Fliesenversiegelungsmittel sowie eine Reinigungslösung enthalten. Der Nachteil bei den Komplettpaketen ist jedoch, dass die Auswahl auf eine bestimmte Anzahl an Farbtönen beschränkt ist und man so weniger Gestaltungsmöglichkeiten hat.

Wie geht man vor?

Die sicherste Art, beim Streichen der Fliesen alles richtig zu machen, ist sicherlich, die Arbeit einem Profi zu überlassen. Wer das nicht möchte, sollte sich aber umfassend informieren, denn Fliesenlack ist sehr giftig und deshalb kann es bei unsachgemäßer Verwendung zu gesundheitlichen Schäden kommen.
Zunächst muss die zu streichende Fläche gründlich mit einer dazu vorgesehenen Reinigungslösung gesäubert werden. Ebenso kann man diese aber auch aus Wasser, Essig und Spülmittel selbst anrühren. Danach wird die Fläche mit Hilfe von Schmirgelpapier angeraut, damit der Lack besser haften kann. Im Anschluss trägt man die Grundierung auf, die dann für 12 Stunden trocknen muss. Nun können endlich die Lackschichten aufgetragen werden. Nachdem die erste Schicht aufgetragen wurde, muss sie erneut für 12 Stunden aushärten, bevor man die zweite auftragen kann, die eine ebenso lange Trocknungszeit benötigt. Erst dann kann man den Boden wieder betreten und den Raum nutzen.