Die richtige Badabdichtung kann Bauschäden verhindern

Viele Menschen glauben, dass Fliesen oder Platten aus Naturstein komplett wasserdicht sind. Doch das ist ein Irrtum. Um Bauschäden in Badezimmern zu verhindern ist daher eine Badabdichtung unabdingbar. Wie das funktioniert, soll in diesem Beitrag erläutert werden.

Machen Sie Ihr Bad wasserfest

Da das Badezimmer im Allgemeinen der feuchteste Raum einer Wohnung ist, ist es sehr anfällig für Bauschäden und Schimmelbefall. Die stark schwankenden Temperaturen, die hier herrschen, verursachen häufig feine Haarrisse in den Fliesen oder Bodenplatten aus Naturstein, durch die Feuchtigkeit eindringen und Schäden am Untergrund oder Putz anrichten kann. Dagegen hilft eine Badabdichtung, durch die Schimmelbildung verhindert werden kann. Besonders sorgfältig muss natürlich der Bereich um die Dusche und die Badewanne abgedichtet werden, denn hier sind die Fliesen sehr stark dem Spritzwasser ausgesetzt.
Dort, wo nur wenig Wasser hinkommt, muss nur unter dem Belag abgedichtet werden. Dazu wird eine dünnschichtige und extrem dichte Abdichtung direkt unter dem Boden aufgestrichen, die danach einen festen Verbund mit den Fliesen bildet. Der Innenbereich der Duschkabine sowie der Badewannenbereich müssen sorgfältiger abgedichtet werden. In der Dusche wird circa 30 Zentimeter über dem Duschkopf herum abgedichtet, bei der Wanne etwa 20 Zentimeter über dem Wasserhahn. Zusätzlich werden Fugenanschlussbänder eingefügt, die mithilfe von Gewebemanschetten das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern. Bei den Bodenfliesen wird unmittelbar auf dem Estrich abgedichtet.

Die Vorgehensweise

Um die Abdichtung vorzunehmen muss zunächst der Untergrund völlig fettfrei sein, damit die Abdichtungsmasse ohne Probleme daran haften kann. Außerdem ist es notwendig mithilfe von Fliesenkleber undichte Stellen, Risse und Löcher zu beseitigen. Sind die Löcher größeren Umfangs werden sie mit Mörtel eingeebnet. Ein sehr saugfähiger Untergrund sollte mit einem lösemittelfreien Tiefgrund behandelt und Anschlüsse mit Silikon abgedichtet werden. Das Ganze muss dann etwa zwei Stunden trocknen, danach kann der zweite Anstrich vorgenommen werden. Die Verwendung von hochflexiblen Fliesenkleber verstärkt die Wasserundurchlässigkeit zusätzlich.
Auch alte Fliesen kann man nachträglich abdichten. Dazu bearbeitet man sie mit einem alkalischen Reiniger und entfernt sie. Nun kann die Badabdichtung durchgeführt werden, woraufhin die Kacheln mit Fliesenkleber und kunststoffvergütetem Fliesenmörtel wieder angebracht werden. Am besten beauftragt man mit dieser Arbeit einen professionellen Fliesenleger.