Fliesen im Dünnbettverfahren verlegen

Fliesen kann man sowohl im sogenannten Dickbettverfahren als auch im Dünnbettverfahren verlegen. Letzteres stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten und kam in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts zu uns nach Europa. Dieses Verfahren ist aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit äußerst beliebt. Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit es zur Anwendung kommen kann. Dazu gehört, dass der Untergrund völlig eben sein muss, denn aufgrund der dünnen Schicht Fliesenkleber, können Unebenheiten nicht in gleichem Maße ausgeglichen werden wie beim Dickbettverfahren.

Wie verlegt man Fliesen im Dünnbettverfahren?

Zunächst einmal benötigt man den passenden Fliesenkleber. Für die Verlegung im Dünnbettverfahren eignen sich besonders Dispersionskleber, Zweikomponentenkleber oder Pulverkleber. Egal, für welchen Kleber man sich entschieden hat, dieser wird dann mit einem Zahnspachtel oder einer Zahnkelle auf den Untergrund aufgebracht. Die Dicke der Kleberschicht sollte dabei circa zwei bis sechs Millimeter betragen. Im Anschluss legt man die Fliesen auf und schiebt sie leicht ein. Dabei muss man keine Angst davor haben, dass diese verrutschen, da die genannten Fliesenkleber eine hohe Anfangshaftung haben, die dies verhindern. Wer sich allerdings unsicher ist, kann Fliesenkreuze zu Hilfe nehmen. Sind alle Fliesen verlegt, muss man sorgfältig die Fugen auskratzen. Nun gilt es, Geduld zu haben, bis alles getrocknet ist. Anschließend muss dann noch alles verfugt werden, wobei man die herkömmlichen Methoden für das Verfugen anwendet. Eck- und Anschlussfugen sollten wegen der Elastizität mit Silikon verfugt werden.

Warum sollte man das Dünnbettverfahren anwenden?

Das Dünnbettverfahren bietet einige entscheidende Vorteile gegenüber dem Dickbettverfahren, die es bei den richtigen Voraussetzungen zur perfekten Verlegemethode machen. Die Verlegung geht um einiges schneller und da man geringere Mengen an Fugenmörtel benötigt, kann auch weniger Feuchtigkeit in den Untergrund gelangen. Zudem eignet sich dieses Verfahren sehr gut für Böden, die starker Belastung ausgesetzt sind, denn die Fliesen sind hier besonders fest mit dem Untergrund verbunden und deshalb weniger zerbrechlich. Das Verfahren eignet sich gut zur Verlegung von Keramikfliesen oder Feinsteinzeug. Wie gesagt, muss jedoch der Untergrund bei diesem Verfahren völlig plan, sauber und trocken sein, damit es funktioniert.