Fliesen verfugen – Sorgfalt steht an erster Stelle

Um beim Verlegen von Fliesen ein perfektes Ergebnis zu erzielen, muss mann alle Arbeitsschritte mit äußerster Sorgfalt ausführen. Dazu gehört auch das finale Verfugen der Zwischenräume. Dazu ist die Kenntnis der richtigen Vorgehensweise und der geeigneten Werkstoffe sehr wichtig.

Welche Materialien werden benötigt?

Zum Verfugen der Fliesen benötigt man natürlich einen geeigneten Fugenmörtel. Welche Sorte man am besten nimmt, ist vom jeweiligen Fliesenmaterial abhängig, so benötigt man für Natursteinfliesen einen anderen Mörtel als für Marmorfliesen. Möchte man die Platten auf Holz verlegen, ist es vor allem notwendig, die Flexibilität des Untergrundes mit einzubeziehen. Hierfür ist der Werkstoff Silikon besonders gut geeignet, der aufgrund seiner gummiartigen Eigenschaften besonders anpassungsfähig und daher auch zur Abdichtung geeignet ist. Es ist daher empfehlenswert, sich bei einem professionellen Fliesenleger dazu beraten zu lassen, welcher Fugenmörtel für das beabsichtigte Projekt geeignet ist.
Neben dem geeigneten Fugenmörtel benötigt man noch einige Werkzeuge, bevor man sich an die Arbeit machen kann. Dazu gehören zwei saubere Eimer, eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz, eine Kelle, ein Spachtel aus Gummi, Fugengummi, ein Schwamm und Lappen.

Wie geht man vor?

Hat man alle Materialien beisammen, kann man mit der Arbeit beginnen. Allerdings sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Der Fliesenkleber sollte am besten drei bis vier Tage trocknen können, bevor man mit dem Verfugen beginnt. Außerdem sollte man bereits beim Verlegen der Fliesen darauf achten, dass Klebe- und Mörtelreste entfernt werden. Falls man doch nicht alles erwischt hat, kann man mit einem Holzstäbchen nachbessern. Verwendet man sehr saugfähige Kacheln, ist es ratsam, diese vorher zu wässern, damit der Fugenmörtel nicht zu schnell trocknet.
Als erstes muss man den Fugenmörtel anrühren, dann kann man mit dem Verfugen beginnen. Dazu trägt man den Mörtel mithilfe des Gummispatels in diagonalen Bewegungen in die Fugenzwischenräume auf. Dabei sollte man darauf achten, dass alle Hohlräume sorgfältig ausgefüllt werden. Danach entfernt man überschüssigen Mörtel mit dem Spatel und reinigt die Fläche. Dazu sollte dieser in den Fugen schon etwas angetrocknet sein, sich aber noch leicht von den Fliesen entfernen lassen. Im Anschluss lässt man das Ganze trocknen und arbeitet nötigenfalls noch etwas nach.