Naturstein – ein flexibel einsetzbarer Werkstoff

Das Baumaterial Naturstein findet in immer mehr Einsatzgebieten Verwendung, sei es auf der Terrasse, für Außenfassaden oder als Fliesen aus Naturstein in Badezimmer und Küche. Der Grund dafür ist nicht nur die Vielseitigkeit des Materials, sondern auch seine optischen Besonderheiten. Da es sich um ein reines Naturprodukt handelt, ist keine Fliese wie die andere, denn die verschiedenen Färbungen, unterschiedlichen Einschlüsse und Unebenheiten, machen jedes Stück zu einem Unikat.

Herkunft und Besonderheiten von Naturstein

Heutzutage wird Naturstein in vielen Fällen aus dem Ausland nach Deutschland importiert. Beliebte Herkunftsländer sind beispielsweise China, Südafrika und Indien. Das Material selbst wird in Steinbrüchen abgebaut. Während früher in der Regel mit Hilfe von Sprengstoff gearbeitet wurde, baut man Naturstein heute meistens mit Seilsägen oder Schrämen ab und spaltet sie in Brocken der gewünschten Größe. Diese werden dann im Anschluss in steinverarbeitenden Betrieben zu Platten, Fliesen oder auch Steinteppichen weiter verarbeitet. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit sind dabei unterschiedliche Verarbeitungsmethoden nötig. Man unterscheidet bei Naturstein zwischen Hartgestein und Weichgestein, die jeweils auf besondere Art und Weise verarbeitet werden müssen, damit sich im fertigen Produkt keine Risse oder andere Schäden bilden. Aus dem Rohstoff werden Platten oder Fliesen mit einer Stärke von zwei bis vier Millimeter geschnitten, welche dann zu guter Letzt mit modernen Verfahren geschliffen und poliert werden.

Einsatzgebiete von Naturstein

Doch nicht nur die Verarbeitung von Naturstein ist von der Gesteinsart abhängig, sondern auch der Einsatzort. Ein bekanntes Hartgestein ist zum Beispiel Granit, der sehr oft für die Verkleidung von Außenfassaden eingesetzt wird. Für den Innenausbau von Badezimmern und anderen Nassräumen sind dagegen die Weichgesteine Sandstein und Marmor interessant, die für diesen Einsatzzweck besonders geeignet sind. Allerdings muss man hier auf die fachgerechte Fugenversiegelung achten, damit kein Wasser in das Material eindringen und es zerstören kann. Zudem muss man darauf achten, dass es bei Naturstein als natürlichem Baumaterial zu chemischen Reaktionen auf Umwelteinflüsse kommen kann, z.B. zu Reaktionen mit Säure, die das Material zerstören können. Für eine Fensterbank eignet sich daher z.B. ein Weichgestein besser, da es säurebeständiger ist als ein Hartgestein.