Natursteinfliesen selbst verlegen – so geht es

Natursteinfliesen sind sehr beliebt, denn sie bringen einen Hauch von Luxus und Individualität in den Innen- und Außenbereich. Dabei spielen sowohl die Robustheit und Widerstandsfähigkeit des Materials als auch seine optischen Qualitäten, die durch die individuelle Strukturierung gekennzeichnet ist, eine herausragende Rolle. Will man die Fliesen selbst verlegen, muss man sich vorher gut informieren, um zu entscheiden welches Verfahren man dabei anwendet und welche Platten für welchen Bereich des Hauses geeignet sind.

Welches Verfahren ist das richtige?

Nicht jedes Verlegeverfahren ist für alle Fliesen aus Naturstein gleichermaßen geeignet. Nur für sogenannte kalibrierte Fliesen kann man zum Verlegen das Dünnbettverfahren anwenden, denn sie sind maßgenau. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, das der Untergrund ausgeglichen wurde und somit eben ist. Bei nichtkalibrierten Fliesen müssen deren Unebenheiten ausgeglichen werden, weshalb nur das Mittel- oder Dickbettverfahren in Frage kommt.
Zum Verlegen der Natursteinfliesen verwendet man einen speziellen Fliesenkleber, nämlich Natursteinkleber, bei dem keine Gefahr besteht, dass es zu Verfärbungen auf den Kacheln kommt. Zudem ist es wichtig, auf ausreichend breite Fugen zu achten. Diese sollten mindestens zwei bis drei Millimeter breit sein. Haben die Natursteinfliesen ungleichmäßige Kanten, sind sieben oder acht Millimeter besser, denn auf diese Art beugt man Schäden vor, die bei Erwärmung und Ausdehnung des Materials auftreten könnten.

Natursteinplatten im Außenbereich

Platten aus Naturstein sind auch hervorragend für den Außenbereich geeignet. Allerdings muss man hier auf Frostbeständigkeit achten. Man sollte also nur ein Material wählen, das möglichst dicht ist, sodass kein Wasser eindringen kann. Auch Hohlräume und breite Fugen, in die leicht Feuchtigkeit eindringen kann, gilt es zu vermeiden. Wenn man beim Verlegen der Platten ein leichtes Gefälle von circa zwei Grad integriert, kann Regenwasser besser ablaufen. Für die Fugen verwendet man am besten einen spezielles Natursteinsilikon, denn dieses ist zum einen wasserdicht und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, zum anderen ist es aber auch elastisch und kann deshalb Bewegungen der Platten hervorragend ausgleichen. Nach dem Verlegen muss man die Fliesen dann noch imprägnieren, so schützt man sie vor Feuchtigkeit und Schmutz.