Der Austausch lockerer Zementfliesen

Wenn sich einzelne Fliesen aus ihrem Verband lösen und locker werden, kann das ziemlich gefährlicheren, denn wie schnell stolpert man darüber und stürzt. Daher muss man unbedingt schnell Abhilfe schaffen und den Schaden reparieren. Doch wie geht man dabei vor und kann man weitere Schäden langfristig verhindern?

Ursachen für lockere Fliesen

Die Ursachen dafür, dass sich einzelne Platten lösen, sind verschieden. So kann es sein, dass bereits beim Verlegen ein falscher Fliesenkleber verwendet wurde, der sich nun löst. Ebenso können Unebenheiten im Untergrund für den Schaden verantwortlich sein. Nicht zuletzt können herunterfallende Gegenstände zur Beschädigung des Fussbodens führen. Am besten ist es demnach, von vornherein den richtigen Fliesenkleber zu verwenden und den Untergrund sachgemäß vorzubereiten. Ist es aber bereits zu spät und eine Fliese hat sich bereits gelockert, so muss diese fachgerecht ausgetauscht werden. Das überlässt man am besten einem professionellen Fliesenleger, denn bei stümperhafter Ausführung können leicht weitere Platten beschädigt werden.

Der Austausch von Zementfliesen

Zementfliesen werden im Allgemeinen umverfugt verlegt und stoßen direkt aneinander, weshalb die Gefahr, beim Austausch einer Fliese auch die benachbarten zu beschädigen zusätzlich erhöht ist. Das nötige Know How und professionelles Werkzeug sind dabei unverzichtbar. Auch muss man unbedingt darauf achten, dass die neuen Fliesen exakt in die umliegenden Exemplare eingepasst werden und es keine Niveauunterschiede gibt, denn diese würden dazu führen, dass die neue Fliese schnell wieder kaputt geht und erneut ausgetauscht werden müsste. Exaktes Arbeiten ist also unabdingbar. Das gilt v.a. für Fliesen mit Ornamenten oder Mustern.
Wenn die lose Fliese nicht beschädigt ist, sollte man sie unbedingt wieder verwenden, da sie sich am besten in den Verbund einpasst. Dazu muss sie mit Hilfe eines Spachtels sehr vorsichtig herausgelöst werden. Im Anschluss werden Fliese und Untergrund gründlich gereinigt und von altem Fliesenkleber und -mörtel befreit werden. Nur so lässt sich die Fliese wieder genau einpassen, ohne dass es zu Höhenunterschieden oder sogar zum Bruch kommt. Danach wird die Fliese wieder, nun mit dem richtigen Fliesenkleber, an Ort und Stelle befestigt.

Fugenmörtel entfernen – so wird’s gemacht

Die Verlegung der neuen Fliesen im Bad oder auf der Terrasse erfordert unterschiedliche Arbeitsschritte. Schließlich müssen die Platten fachgerecht auf dem Untergrund angebracht werden. Nach dem Verkleben der Fliesen steht das Verfugen bevor, das Ihre gesamte Aufmerksamkeit erfordert. Schon die Wahl des Mörtels ist eine Herausforderung, weil das Gesamtbild der Fliesen beeinträchtigt werden kann, wenn das falsche Produkt verarbeitet wird.

Vor allem Zement- und Fugenmörtel, die auf einer Basis aus Kunststoff beruhen, zeichnen sich durch eine deutlich verkürzte Trockenzeit aus. Wenn die überschüssigen Reste nicht beseitigt werden, können unschöne Rückstände zurückbleiben, die die Ästhetik trüben. Die Fugen weisen dann eine unebene Oberflächenstruktur auf, weil die schnelle Trocknung ein Glätten verhindert hat. In diesem Fall muss der mühsam aufgebrachte Mörtel wieder entfernt werden.

Neuen Fugenmörtel glätten – Tipps und Hilfsmittel

Es lohnt sich, die Anleitung des Mörtels, der zum Verfugen verwendet wird, zu beachten. Schließlich reduzieren Sie dadurch die Gefahr, dass der in die Fugen verarbeitete Mörtel entfernt werden muss. Diese mühselige Tätigkeit lässt sich zudem vermeiden, wenn Sie genau die Menge vorbereiten, die sie komplett verarbeiten können. Durch die sparsame Zubereitung des Mörtels entstehen viel seltener unebene Fugen, die die Ästhetik stören, weil Ihnen genügend Zeit zur Verarbeitung bleibt.

Achten Sie darauf, dass sich der Mörtel nur wischend entfernen lässt, solange er noch nicht ausgehärtet ist. In der Anleitung, die sich auf der Verpackung des Produktes befindet, finden Sie Informationen über die Trockenzeit. In diesem Zeitraum können Rückstände, die sich auf den Fliesen befinden, sehr einfach mit einem Reinigungsprodukt entfernt werden. Baumärkte und Online-Händler bieten zu diesem Zweck Zementschleierentferner an.

Werkzeug gegen harten Mörtel

Wenn der in den Fugen befindliche Mörtel ausgehärtet ist, kann er nicht mehr bearbeitet werden. Zum Entfernen des überschüssigen Mörtels lässt sich ein Fugenkratzer verwenden, der mit einer gehärteten Stahlklinge ausgestattet sein sollte. Das Gerät, das bereits für sechs Euro im Online-Handel erhältlich ist, ermöglicht ein Auskratzen der Fugen, ohne dass die benachbarten Fliesen beschädigt werden.

Eine umfassende Reinigung der ausgekratzten Fugen ist erforderlich, wenn der Austausch von einzelnen Fliesen durchgeführt wird. Schließlich wirken sich die zurückgebliebenen Reste des alten Mörtels auf die neue Verfugung aus. Im schlimmsten Fall droht eine undichte Fuge, wenn der neue Mörtel ohne vorherige Reinigungsarbeiten verarbeitet wird. Falls sie eine einzelne Fliese austauschen wollen, müssen Sie außerdem sämtliche Fugen entfernen, die sich um die entsprechende Platte befinden.

Selbstverständlich können Sie die Verlegung von einzelnen oder mehreren Fliesen auch von einem Fachmann durchführen lassen. Aufgrund der professionellen Arbeit eines Fliesenlegers entsteht ein unbeschädigtes Mörtelbett, das zum ästhetischen Gesamtbild beiträgt.

So tauscht man Fliesen fachgerecht aus

Wenn man eine neue Wohnung oder ein neues Haus bezieht, findet man oft Fliesen vor, die längst aus der Mode gekommen sind oder dem eigenen Stil nicht entsprechen. Oder es tritt der Fall ein, dass sie nach einigen Jahren abgenutzt und verwohnt sind. Dann ist es an der Zeit, sich an die Neugestaltung und Modernisierung der Räume zu machen. Dazu muss aber nicht immer der komplette Fliesenspiegel abgeschlagen werden. Sind nur einzelne Fliesen beschädigt oder haften nicht mehr richtig auf dem Fliesenuntergrund, so können sie von einem professionellen Fliesenleger einfach ausgetauscht werden, ohne den ganzen Raum neu zu fliesen. Auch wenn ein Raum komplett neu gestaltet werden soll, ist es nicht unbedingt nötig, alle Kacheln auszutauschen, man kann sie auch überkleben, streichen oder mit einer Verkleidung versehen und sie auf diese Weise dem eigenen Geschmack anpassen.

Der Austausch einzelner Fliesen

Oftmals soll nicht der ganze Fliesenspiegel ausgetauscht werden, sondern nur einzelne Elemente, z.B. wenn eine störende Bordüre oder Motivkacheln den Raum verunstalten oder einzelne Exemplare gesprungen sind. Dabei muss man behutsam vorgehen, um die umliegenden Wand- oder Bodenfliesen nicht zu beschädigen. Zunächst wird dazu die angrenzende Fugenmasse entfernt, sodass die benachbarten Kacheln beim Abschlagen gesichert sind. Dann wird ein Loch geschlagen, von dem ausgehend man mit Hilfe von Hammer und Meißel die Fliese von außen nach innen entfernt. Ist dies geschehen trägt man mit einem Zahnspachtel Dispersionskleber auf und fügt die neue Fliese ein. Nun heißt es warten, denn der Kleber braucht ca. 24 Stunden, bis er getrocknet ist. In einem Fechtraum ist es ratsam, die Fläche wasserdicht zu versiegeln, um den Befall mit Schimmel zu vermeiden.

Rechte und Pflichten als Mieter beachten

In einer Mietwohnung darf man nicht einfach nach Lust und Laune drauf los bauen, sondern muss sich an vorliegende Mietvereinbarungen halten. Falls es bereits beim Einzug in die Wohnung kaputte Fliesen gibt, ist der Vermieter verpflichtet, diese auszutauschen, während der Mieter dazu verpflichtet ist, eigenmächtig vorgenommene Umbauten beim Auszug wieder zurückzubauen, falls dies nicht anderweitig im Mietvertrag festgehalten wurde.