So fliest man die Küchenarbeitsplatte

An einer neuen Küche hat man viel Freude, doch leider hält ihr Glanz nicht ewig. Insbesondere Arbeitsplatten machen im täglichen Gebrauch einiges mit. Die Folge können nach einigen Jahren unschöne Kratzer und Unebenheiten auf der Oberfläche sein. Um den alten Glanz wiederherzustellen, muss man die Arbeitsplatte austauschen. Dies ist jedoch arbeitsaufwendig und mühselig, vor allem dann, wenn die Elektrogeräte fest verbaut sind. Eine Alternative zum Austausch der Arbeitsplatte ist, diese mit Fliesen zu verschönern und so der gesamten Küche eine völlig neue Anmutung zu verleihen. Lesen Sie im Folgenden, wie man dabei vorgeht und was es zu beachten gilt.

Die Vorbereitung

Natürlich kann man nicht einfach die Fliesen auf die Arbeitsplatte kleben. Zuvor muss man sie entsprechend vorbereiten, damit die Kacheln dann auch gut haften. Dazu wird die Arbeitsplatte zunächst sorgfältig abgeschliffen. Als Werkzeug benutzt man hierbei einen Holzklotz, der mit grobem Schleifpapier umwickelt wurde. Dabei gilt: umso aufgerauter die Fläche nach diesem Arbeitsschritt ist, desto besser hält später der Kleber. Danach muss die Arbeitsfläche von Schmutz, Staub und Fett befreit werden. Dazu verwendet man am besten einen mit Alkohol oder Waschbenzin durchfeuchteten Lappen. Danach muss die Arbeitsplatte trocknen, bevor man mit dem Fliesen loslegen kann.

Das Verlegen der Fliesen

Nun kann man mit dem eigentlichen Verfliesen beginnen. Dazu kann man entweder Montagekleber, der strangförmig aufgetragen und dann mit einem Zahnspachtel durchgekämmt wird, oder Fliesenkleber verwenden. Im ersten Fall kann man nach dem Auftragen des Montageklebers etwa zwanzig Minuten lang die Fliesen in das Fliesenbett einbringen und genau ausrichten. Danach muss das Ganze circa 72 – 96 Stunden aushärten. Bei der Verwendung von Fliesenkleber wird zunächst der Haftgrund aufgetragen, der dann für etwa vier Stunden trocknen muss. Nach dieser Wartezeit wird der Fliesenkleber aufgespachtelt, worauf eine weitere Wartezeit von circa 12-24 Stunden folgt, bis der Kleber handtrocken ist. Im Anschluss könne die Platten aufgebracht werden. Danach erfolgt im letzten Arbeitsschritt das Verfugen der neuen Arbeitsplatte, die dann nach circa zwölf Stunden einsatzbereit ist. Allerdings sollte man bei der Benutzung in der ersten Woche sehr vorsichtig sein, damit es durch Stöße oder zu starkes Reiben nicht zu Schäden kommt.

Mit Einlegern aus Glasmosaik Akzente setzen

Auch bei einem robusten Bodenbelag wie Fliesen kann es manchmal durch äußere Einwirkungen oder eine falsche Verlegungsweise zu Sprüngen, Kratzern oder anderen Schäden kommen. Dann kann es notwendig werden, einzelne Fliesen zu ersetzen. Man kann dabei natürlich einfach eine Fliese derselben Reihe verwenden oder aber durch Glasmosaikeinleger gleich noch für neue Akzente bei der Bodengestaltung sorgen. Manchmal möchte man auch nur das Erscheinungsbild eines Raumes verändern. Auch hierfür bietet sich das Glasmosaik an. Und das ist leichter als man zunächst denken mag, denn die Glasmosaike sind sehr einfach an die Größe der zu ersetzenden Fliese anpassbar und da sie auf einer zuschneidbaren Trägerschicht fixiert geliefert werden, muss auch nicht jedes Sternchen mühsam einzeln verlegt werden. Außerdem gibt es sie in verschiedensten Farb- und Mustervarianten, sodass sich für jeden Geschmack das Richtige finden lässt.

Die Vorarbeiten

Bevor man allerdings mit dem Verlegen der Glasmosaike beginnen kann, muss man zunächst die alte oder kaputte Fliese entfernen. Dabei muss man unbedingt auf die eigene Sicherheit sorgen und eine Schutzbrille tragen, da es durch absplitternde Kleinteile schnell zu Unfällen kommen kann. Mit einem Fugenkratzer oder einer kleinen Bohrmaschine mit Diamatfräskopf wird zunächst die Fuge um die kaputte Fliese herum entfernt. Dabei muss man sehr genau arbeiten, um die angrenzenden Fliesen nicht zu beschädigen. Anschließend wird in die zu entfernende Fliese ein Loch als Ansatzpunkt, um sie dann mit Hammer und Meißel herauszuschlagen. Dabei sollte man sich von der Fuge zur Mitte der Fliese vorarbeiten. Ist die Fliese vollständig entfernt, muss auch der alte Fliesenkleber weichen, da er sonst durch das Glasmosaik durchscheinen würde.

Das Verlegen des Glasmosaiks

Sind diese Arbeitsschritte erledigt, kann mit dem Verlegen der neuen Fliesen begonnen werden. Dazu wird zunächst der Fliesenkleber auf den Untergrund aufgetragen. Dabei muss man darauf achten, einen passenden Kleber für Glasmosaik zu verwenden, damit er nicht sichtbar wird. Dieser wird dann auch auf die Rückseite des Glasmosaiks aufgetragen, welches dann im Anschluss aufgeklebt wird. Nachdem der Fliesenkleber getrocknet ist, muss nur noch verfugt werden und die Fläche ist fertig.

So verlegt man Terracotta Fliesen

Terracotta Fliesen sind in Wohnräumen ein sehr beliebter Bodenbelag. Dies gründet aber nicht nur in ihrem schöne Design, sondern vor allem in der warmen Atmosphäre, die sie ausstrahlen. Bei der Verlegung von diesem Bodenbelag gibt es aber einiges zu beachten, auch weil die Verlegung deutlich aufwendiger ist, als zum Beispiel bei Keramikfliesen.

So erfolgt die Verlegung von Terracottafliesen

Wer Terracotta-Fliesen verlegen möchte, der muss zuerst den Untergrund prüfen. Dieser muss staubfrei und frei von Resten, zum Beispiel von Teppich- und Fliesenkleberresten. Ist der Untergrund nicht sauber, kann es erforderlich sein, das man diesen durch Abschleifen vorbereiten muss. Will man den Terracotta-Bodenbelag im Außenbereich verlegen, so gibt es hier spezielle Anforderungen an den Untergrund. Dazu gehört zum Beispiel eine Terrassenabdichtung. Auch spielt die Oberflächenversiegelung eine große Rolle. Denn sollte mal Regen und Feuchtigkeit in den Bodenbelag eindringen, kann dies gerade bei Frost die Terracotta-Fliesen zerstören. Ist der Untergrund vorbereitet, geht es an die Verlegung. Um zu prüfen, ob man genügend Fliesen gekauft hat und ob die Optik stimmt, sollte man sie vorab einmal am Boden auslegen. Dadurch bekommt man auch einen Eindruck, wie diese wirken. Beim Auslegen sollte man eine Fugenbreite von gut 8 mm berücksichtigen. Diese Fugenbreite sollte man nicht unterschreiten, hier muss man beachten, dass es sich um ein arbeitendes Material handelt. Kleiner Tipp beim Auslegen, hat man die Terracotta-Fliesen so ausgelegt wie man möchte, sollte man die einzelnen Platten auf der Rückseite markieren. Dies gewährleistet das die Fliesen später auch so liegen, wie man es möchte.

Das Buttering-Floating-Verfahren bei der Verlegung

Beim Buttering-Floating-Verfahren, auch als Mittelbettverlegung bezeichnet, handelt es sich um eine spezielle Art der Verlegung für Terracotta-Fliesen. Diese Art der Verlegung zeichnet sich durch zwei Punkte aus, zum einen durch eine Stabilität und letztlich auch durch eine Feuchtigkeitsbeständigkeit. Bei der Verlegung wird zuerst eine Schicht Fliesenkleber auf den Boden aufgetragen. Mit einem Kammspachtel erfolgt das Verstreichen zu einem Rillenmuster. Nach dem Boden wird jetzt auch auf der Fliese eine Schicht Fliesenkleber mit dem Kammspachtel aufgetragen.  Bei der Dicke des Fugenklebers sollte man stets auf Einheitlichkeit achten. Natürlich kann man über die Dicke des Fugenklebers auch kleinere Unebenheiten im Boden ausgleichen. Ist der Fliesenkleber aufgetragen, wird die Fliese auf den Boden gelegt. Nach dem prüfen der Fugenbreite, wird die Fliese endgültig mit einem Gummihammer befestigt. In diesem Verfahren erfolgt jetzt die weitere Verlegung.

So werden die Fugen angelegt

Bevor es an die Fugen bei den Terracotta-Fliesen geht, muss man dem Boden eine ausreichende Zeit zum Trocknen geben. Je nach Klimaverhältnis im Raum oder im Außenbereich, muss man hier eine Trocknungszeit von fünf Tagen und mehr einplanen. In dieser Zeit sollte man auch den neuen Bodenbelag nicht belasten und dementsprechend auch nicht betreten. Nach dem Trocknen geht es an das Verfugen mit Fugenmörtel. Der Fugenmörtel wird mit einer Kelle auf den Bodenbelag aufgetragen und dann mit einem Gummiwischer und ein bisschen Wasser verteilt. Sind die Fugen mit dem Fugenmörtel ausgefüllt, wird die Fliesenoberfläche mit einem Schwamm gereinigt. Dabei muss man aufpassen, dass man die Fugenicht beschädigt. Nicht mit Fugenmörtel ausgestattet werden die Übergange bei Türen und an der Wand. Hier werden die Fugen mit Silikon ausgefüllt. Kleiner Tipp hierbei, mit Wasser und Spülmittel kann man die Fugen glätten. Sind auch die Wand- und Übergangsfugen angelegt und alles trocken, geht es an die Reinigung der Terracotta-Fliesen. Dazu verwendet man einen Zementschleierentferner. Dieser wird in einem Verhältnis von 1:2 mit Wasser aufgetragen. Im Anschluss muss der Boden vollständig trocknen, dies ist für die Versiegelung sehr wichtig.

Die Versiegelung vom Terracotta-Boden

Für Terracotta gibt es verschiedene Bodenversiegelungswachse  in flüssiger, aber auch in pastöser Form. Wer es einfach mag, dem kann man die flüssige Variante empfehlen. Die Versiegelung erfolgt relativ einfach, indem der Versiegelungswachs gleichmäßig und möglichst dünn auf den Boden aufgetragen wird. Für den Auftrag kann man einen Quast nehmen. Nach dem Auftragen dese Wachs, muss man eine kurze Einwirkzeit berücksichtigen. Nach der Einwirkzeit wird der Wachs mit einem trockenen Schrubber poliert. Mit diesem Arbeitsschritt ist der neue Fußbodenbelag fertig.

Zum perfekt gefliesten Boden gehören auch Sockelfliesen

Der Boden ist mit Fliesen ausgelegt und die Arbeiten sind fast abgeschlossen, doch ein wichtiges Element fehlt noch, um ein perfektes Fliesenbild zu bekommen – die Sockelfliesen, die den perfekten Abschluss bilden. Insbesondere in den Feuchträumen wie Küche und Bad ist diese Art des Wandabschlusses empfehlenswert, denn in der Regel wird hier häufiger feucht gewischt und die Sockelfliesen sind im Gegensatz zu Holzleisten resistent gegen Feuchtigkeit, leicht zu reinigen und sehr lange haltbar. Außerdem haben sie den Vorteil, dass sie leicht zu verlegen sind.

So geht man vor

Zunächst muss man mit Hilfe eines Zollstockes oder eines Maßbandes die Anzahl der benötigten Fliesen berechnen. Dabei sollten auch Fugen in der Breite von fünf Millimetern mit einkalkuliert werden. Anschließend schneidet man die Sockelfliesen auf die richtige Größe zu. Danach können sie auf die Wand aufgebracht werden. Den dazu benötigten Fliesenkleber muss man nicht umständlich anrühren, man bekommt ihn in praktischen Kartuschen, aus denen er direkt auf die Wand aufgetragen werden kann. Man muss nur die Spitze abschneiden, sodass eine Öffnung von ca. fünf bis zehn Millimeter Durchmesser entsteht. Dann kann man eine Sockelfliese mit Kleber versehen und sie mit einem Abstand von fünf bis zehn Millimetern zum Boden und drei bis fünf Millimetern zu Wandecke an der Wand befestigen. Dies sollte genau waagerecht geschehen, der Einsatz einer Wasserwaage ist hier ebenso ratsam wie die Verwendung von Fliesenkeilen. Hat man die erste Fliese angeklebt arbeitet man sich bis zur gegenüberliegenden Wand im gleichen Prinzip vor. Dabei muss man darauf achten, dass man immer schön waagerecht arbeitet. Hat man alle Fliesen verlegt, muss der Kleber über Nacht trocknen.

Das Verfugen

Nach dem Trocknen müssen die Fliesen noch verfugt werden. Dafür werden die verlegten Sockelfliesen zunächst sorgfältig gesäubert. Im Anschluss rührt man den Fugenmörtel entsprechend der Herstellerangaben an, bevor er mit Hilfe einer Schwammkelle auf die neuen Sockelfliesen aufgetragen wird. Danach werden die Fliesen mit Wasser gereinigt, aber so, dass die Fugen nicht ausgeschwemmt werden. Um zu verhindern, dass zwischen dem Boden und der Sockelleiste Feuchtigkeit eindringt, wird diese Stelle mit Silikon versiegelt.

Fliesen auf Holz verlegen – gewusst wie!

Wenn man in eine neue Wohnung oder ein neues Haus zieht, findet man nicht selten einen alten, abgewohnten und beschädigten Holzfussboden vor, der nicht mehr oder nur mit sehr viel Aufwand gerettet werden kann. Das ist ärgerlich, aber kein unlösbares Problem, denn als Alternative kann man z.B. Fliesen aus Keramik auf dem Holz verlegen, denn die Zeiten, in denen Fliesen nur in Bad und Küche zu finden waren, sind längst vorbei. Mittlerweile haben sie auch die Wohnräume erobert und zaubern hier eine gemütliche Atmosphäre. Um sie allerdings auf Holzdielen zu verlegen, muss man den Boden zunächst entsprechend vorbereiten. Im folgenden finden Sie einige Tipps, wie man beim Verlegen richtig vorgeht.

Die Vorbereitung

Im ersten Schritt müssen die alten Dielen erst einmal gründlich gereinigt werden. Nach einer längeren Trocknungszeit (am besten über Nacht) wird ein spezieller Haftgrund für Holzoberflächen aufgetragen, der ebenfalls ca. sechs Stunden trocknen muss. Damit der Putz gegen vor Rissbildungen durch Erschütterungen zu schützen, verlegt man ein Armierungsgewebe, dass in Bahnen ausgelegt und festgetackert wird. Die einzelnen Bahnen sollten sich dabei um ca. zehn Zentimeter überlappen. An der Wand werden die Gewebebahnen mit Schaumstoff befestigt, damit ein dichter Wandabschluss entsteht.
Im Anschluss muss der Boden plan gemacht werden. Zu diesem Zweck wird eine Ausgleichsschicht aufgetragen. Dabei muss man auf das richtige Mischungsverhältnis achten. Die Masse muss dann nur auf den Boden geschüttet werden und verteilt sich dann von selbst. Das Ganze muss dann erneut über Nacht trocknen.

Das Verlegen der Fliesen

Nachdem der Boden vorbereitet wurde, können nun endlich die Fliesen verlegt werden. Dazu wird als erstes der Fliesenkleber aufgezogen. Dieser wird nach den Angaben des Herstellers angerührt und auf dem Fussboden aufgetragen und mit Hilfe eines Zahnspachtels durchgekämmt. Dann beginnt man in einer Zimmerecke mit dem Aufbringen der Fliesen. Eine sorgfältige Arbeitsweise und der Einsatz von Fugenkreuzen sind dabei absolut empfehlenswert, denn nur so wird ein gleichmäßiges Fugenbild gewährleistet.
Man sollte bedenken, dass sich durch das Verlegen der Keramikfliesen der Fussboden etwas erhöht, was eventuell dazu führen kann, dass die Türen nicht mehr problemlos beweglich sind. Sollte dies der Fall sein, müsse die Türen am unteren Ende etwas abgeschliffen werden.

Fliesen auf der Terrasse richtig verlegen

Besonders atmosphärische Wirkung erhält eine Terrasse durch den Einsatz von Fliesen. Mit den Jahren ist der Verschleiß bei Terrassenfliesen jedoch unumgänglich und es bilden sich Risse oder Verfärbungen sowie Bruchstellen. Wer hier auf einen Ersatz pocht, sollte das Verlegen der Terrassenfliesen selbst in die Hand nehmen. Daher eignet sich folgender Bericht dazu, das Verlegen der Fliesen selber auszuführen. Denn durch wenig Einsatz lässt sich ein tolles Ergebnis erzielen das in jeder Hinsicht zu überzeugen weiß.

Unterstützung beim Verlegen

Nicht nur Gegenstände die auf die Terrassenfliesen fallen können zu Beschädigungen führen. Auch witterungsbedingt entstehen unschöne Risse. Hohlräume, die bei einer erstmaligen Verlegung von Terrassenfliesen auftauchen, sorgen ebenfalls für Schäden. Besonders schlimm wird es, wenn sich diese mit Flüssigkeit füllen und durch den Frost platzen und zerstört werden. Daher gilt es beim Fliesen verlegen auf die Vermeidung von Hohlräumen zu achten. Diese Technik wird in der Fliesenverlegung oft angewandt und ist nicht schwer zu bewerkstelligen. Dazu benötigt man nur etwas handwerkliches Geschick sowie die korrekte Technik bei der Ausführung. Mit der nötigen Unterstützung gelingt die Verlegung von Fliesen noch schneller. Das selbstständige Verlegen der Fliesen ist möglich, jedoch zeitintensiv.

Mit dem passenden Mörtel lassen sich Hohlräume konsequent vermeiden

Die Lösung beim Verlegen von Terrassenfliesen ist ein Verfahren, welches auch als Buttering-Floating bezeichnet wird. Hierdurch lassen sich Hohlräume bei der Fliesenverlegung vermeiden. Hohlräume werden verhindert, in dem der Anwender auf herkömmlichen Mörtel bei der Verlegung verzichtet. Dazu eignet sich am besten die Nutzung von Fließbettmörtel. Dieser Mörtel macht die Verlegung von Terrassenfliesen noch einfacher und führt dazu das sich die Hohlräume nach der Verlegung einfach selbst verschließen. Je mehr Unebenheiten die Verlegung betreffen, desto mehr Mörtel sollte eingesetzt werden. Durch den Einsatz des Mörtels können die Hohlräume nicht entstehen und die Fliesen erst gar nicht versinken. Eine ebenmäßige Terrasse ist das Ergebnis. Spezielle Kunststoffe im Inneren des Mörtels erlauben eine gute Beschaffenheit. Auch hohe Temperaturen sorgen für eine gute Haltbarkeit. Daher sollte beim Fliesenverlegen auf die Eigenschaften des entsprechenden Mörtels acht gegeben werden.

Der richtige Umgang mit Fugenspachtel

In den meisten Fällen können Fliesen nicht direkt auf dem gewünschten Untergrund verlegt werden, sondern dieser muss zunächst vorbereitet werden, da er oft nicht ebenmäßig ist und erst plan gemacht werden muss. Ansonsten würde es zu schiefen Fliesen u.a. Schäden kommen und der Fliesenkleber würde nicht richtig haften. Möchte man eine Bodenfläche verfliesen, wird in vielen Fällen zuerst eine Estrichfläche angelegt, die gleichmäßig und eben ist. Bei Wand- oder Deckenflächen ist es aber oft nötig, die Verlegebasis durch Platten, die für diesen Zweck gefertigt wurden, vorzubereiten, die mit Hilfe von Fugespachtel verfugt werden und so einen geeigneten Untergrund für die Fliesen bilden. Der Fugenspachtel wird benötigt, damit zwischen den einzelnen Platten keine Zwischenräume entstehen.

Die Vorbereitung des Untergrundes

Sollen die Wandfliesen im Innenbereich verlegt werden, verwendet man oft Gipsplatten für den Untergrund, denn sie lassen sich gut verarbeiten. Für Feuchträume sollten allerdings spezielle, für diesen Einsatzort geeignete Platten verwendet werden. Solche Gipsplatten werden im Handel für unterschiedliche Einsatzzwecke angeboten, zum Beispiel für eine Verwendung mit Tapeten oder zum direkten Bestreichen. Die Wahl des richtigen Fugenspachtels ist dann wiederum von den gewählten Platten und ihrem Einsatzzweck abhängig. Werden die Platten nach der Vorbereitung mit Fliesen verkleidet, reicht in der Regel eine Grundverspachtelung aus, da man diese hinterher sowieso nicht mehr sieht. Sollallerdings hinterher mit Dispersionsfarbe gestrichen werden, muss der Übergang zwischen Fuge und Gipsplatte möglichst ebenmäßig sein, damit man keine Übergänge sieht.

Fugenspachtel kaufen und verwenden

In der Regel bieten die Firmen, die solche Gipsplatten herstellen, auch den passenden Fugenspachtel dazu an. Man kauft ihn in Abpackungen zu ca. 5 Kilo in Pulverform. Dieses Pulver wird dann nach Packungsangabe mit Wasser angerührt und ist dann nach etwa einer halben Stunde Ruhezeit einsatzbereit.
Fugenspachtel kann auch sehr gut für kleine Ausbesserungsarbeiten verwendet werden. Sind z.B. die Silikonfugen im Bad defekt, kann man im Baumarkt für kleines Geld gebrauchsfertigen Fugenspachtel in der Tube kaufen, mit dem man die Schäden schnell und einfach beseitigen kann.

Fliesen im Dünnbettverfahren verlegen

Fliesen kann man sowohl im sogenannten Dickbettverfahren als auch im Dünnbettverfahren verlegen. Letzteres stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten und kam in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts zu uns nach Europa. Dieses Verfahren ist aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit äußerst beliebt. Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit es zur Anwendung kommen kann. Dazu gehört, dass der Untergrund völlig eben sein muss, denn aufgrund der dünnen Schicht Fliesenkleber, können Unebenheiten nicht in gleichem Maße ausgeglichen werden wie beim Dickbettverfahren.

Wie verlegt man Fliesen im Dünnbettverfahren?

Zunächst einmal benötigt man den passenden Fliesenkleber. Für die Verlegung im Dünnbettverfahren eignen sich besonders Dispersionskleber, Zweikomponentenkleber oder Pulverkleber. Egal, für welchen Kleber man sich entschieden hat, dieser wird dann mit einem Zahnspachtel oder einer Zahnkelle auf den Untergrund aufgebracht. Die Dicke der Kleberschicht sollte dabei circa zwei bis sechs Millimeter betragen. Im Anschluss legt man die Fliesen auf und schiebt sie leicht ein. Dabei muss man keine Angst davor haben, dass diese verrutschen, da die genannten Fliesenkleber eine hohe Anfangshaftung haben, die dies verhindern. Wer sich allerdings unsicher ist, kann Fliesenkreuze zu Hilfe nehmen. Sind alle Fliesen verlegt, muss man sorgfältig die Fugen auskratzen. Nun gilt es, Geduld zu haben, bis alles getrocknet ist. Anschließend muss dann noch alles verfugt werden, wobei man die herkömmlichen Methoden für das Verfugen anwendet. Eck- und Anschlussfugen sollten wegen der Elastizität mit Silikon verfugt werden.

Warum sollte man das Dünnbettverfahren anwenden?

Das Dünnbettverfahren bietet einige entscheidende Vorteile gegenüber dem Dickbettverfahren, die es bei den richtigen Voraussetzungen zur perfekten Verlegemethode machen. Die Verlegung geht um einiges schneller und da man geringere Mengen an Fugenmörtel benötigt, kann auch weniger Feuchtigkeit in den Untergrund gelangen. Zudem eignet sich dieses Verfahren sehr gut für Böden, die starker Belastung ausgesetzt sind, denn die Fliesen sind hier besonders fest mit dem Untergrund verbunden und deshalb weniger zerbrechlich. Das Verfahren eignet sich gut zur Verlegung von Keramikfliesen oder Feinsteinzeug. Wie gesagt, muss jedoch der Untergrund bei diesem Verfahren völlig plan, sauber und trocken sein, damit es funktioniert.

Wofür braucht man eigentlich einen Zahnspachtel?

Wer selbst Fliesen verlegen möchte, kommt um ein Werkzeug nicht herum: den Zahnspachtel. Diesen nennt man, abhängig von der Größe, auch Zahnkelle und er erlaubt ein sauberes Arbeiten, bei dem man sich nicht ständig Gedanken um die Entfernung überschüssiger Fliesenmasse machen muss.

Doch was ist eigentlich ein Zahnspachtel?

Es handelt sich dabei um ein dünnes Stahlblech, das mit einem Griff versehen ist, der aus Holz oder Kunststoff besteht. Der Griff kann auf zweierlei Arten an der Kelle befestigt sein, zum einen an der oberen Kante oder aber parallel zur Platte, sodass man ihn seitlich hält. Mindestens eine und bis zu drei Seiten der Metallplatte sind am Rand mit einer Zahnung ausgestattet, die dem Werkzeug den Namen gegeben hat. Es gibt dreieckige, rechteckige oder runde Zahnungen unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichem Abstand. Diese werden mit verschiedenen Kurzbezeichnungen nach Maßgabe der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) , bestehend aus einem Buchstaben und einer Zahl, gekennzeichnet. Der Buchstabe gibt dabei die Art der Zahnung und die Zahl die Größe an. So bezeichnen z.B. die Kürzel C1 bis C5 Rechteck-Zahnungen und S1 bis S4 sind Dreieck-Spitzzahnungen. Zudem gibt es sogenannte Knickzahnkellen, mit denen man die verwendete Menge an Spachtelmasse besonders gut dosieren kann.

Wofür wird ein Zahnspachtel verwendet?

Die Hauptaufgabe eines Zahnspachtels ist es, den Fliesenkleber oder die Spachtelmasse auf die Fläche aufzutragen, auf der die Fliesen verlegt werden sollen. Dadurch wird der Auftrag der Masse eben und gleichmäßig. Dabei ist die Größe des verwendeten Zahnspachtels vom Untergrund und dem Material, das geklebt werden soll abhängig. Einen Hinweis dazu findet man in der Regel auf der Verpackung des Fliesenklebers. Durch das Auftragen der Masse mit dem Zahnspachtel entsteht ein Rillenmuster, das ein sogenannter Verdrängungsraum entsteht, d.h. beim Aufbringen der Fliesen kommt es nicht zu einem übermäßigen Herausquellen des Materials aus den Fugen. Bei der Arbeit sollte man auch auf die Menge der verwendeten Fliesenmasse achten. Auch dazu findet man Hinweise der TKB auf der Verpackung.

Fliesen verfugen – Sorgfalt steht an erster Stelle

Um beim Verlegen von Fliesen ein perfektes Ergebnis zu erzielen, muss mann alle Arbeitsschritte mit äußerster Sorgfalt ausführen. Dazu gehört auch das finale Verfugen der Zwischenräume. Dazu ist die Kenntnis der richtigen Vorgehensweise und der geeigneten Werkstoffe sehr wichtig.

Welche Materialien werden benötigt?

Zum Verfugen der Fliesen benötigt man natürlich einen geeigneten Fugenmörtel. Welche Sorte man am besten nimmt, ist vom jeweiligen Fliesenmaterial abhängig, so benötigt man für Natursteinfliesen einen anderen Mörtel als für Marmorfliesen. Möchte man die Platten auf Holz verlegen, ist es vor allem notwendig, die Flexibilität des Untergrundes mit einzubeziehen. Hierfür ist der Werkstoff Silikon besonders gut geeignet, der aufgrund seiner gummiartigen Eigenschaften besonders anpassungsfähig und daher auch zur Abdichtung geeignet ist. Es ist daher empfehlenswert, sich bei einem professionellen Fliesenleger dazu beraten zu lassen, welcher Fugenmörtel für das beabsichtigte Projekt geeignet ist.
Neben dem geeigneten Fugenmörtel benötigt man noch einige Werkzeuge, bevor man sich an die Arbeit machen kann. Dazu gehören zwei saubere Eimer, eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz, eine Kelle, ein Spachtel aus Gummi, Fugengummi, ein Schwamm und Lappen.

Wie geht man vor?

Hat man alle Materialien beisammen, kann man mit der Arbeit beginnen. Allerdings sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Der Fliesenkleber sollte am besten drei bis vier Tage trocknen können, bevor man mit dem Verfugen beginnt. Außerdem sollte man bereits beim Verlegen der Fliesen darauf achten, dass Klebe- und Mörtelreste entfernt werden. Falls man doch nicht alles erwischt hat, kann man mit einem Holzstäbchen nachbessern. Verwendet man sehr saugfähige Kacheln, ist es ratsam, diese vorher zu wässern, damit der Fugenmörtel nicht zu schnell trocknet.
Als erstes muss man den Fugenmörtel anrühren, dann kann man mit dem Verfugen beginnen. Dazu trägt man den Mörtel mithilfe des Gummispatels in diagonalen Bewegungen in die Fugenzwischenräume auf. Dabei sollte man darauf achten, dass alle Hohlräume sorgfältig ausgefüllt werden. Danach entfernt man überschüssigen Mörtel mit dem Spatel und reinigt die Fläche. Dazu sollte dieser in den Fugen schon etwas angetrocknet sein, sich aber noch leicht von den Fliesen entfernen lassen. Im Anschluss lässt man das Ganze trocknen und arbeitet nötigenfalls noch etwas nach.