Naturstein – ein flexibel einsetzbarer Werkstoff

Das Baumaterial Naturstein findet in immer mehr Einsatzgebieten Verwendung, sei es auf der Terrasse, für Außenfassaden oder als Fliesen aus Naturstein in Badezimmer und Küche. Der Grund dafür ist nicht nur die Vielseitigkeit des Materials, sondern auch seine optischen Besonderheiten. Da es sich um ein reines Naturprodukt handelt, ist keine Fliese wie die andere, denn die verschiedenen Färbungen, unterschiedlichen Einschlüsse und Unebenheiten, machen jedes Stück zu einem Unikat.

Herkunft und Besonderheiten von Naturstein

Heutzutage wird Naturstein in vielen Fällen aus dem Ausland nach Deutschland importiert. Beliebte Herkunftsländer sind beispielsweise China, Südafrika und Indien. Das Material selbst wird in Steinbrüchen abgebaut. Während früher in der Regel mit Hilfe von Sprengstoff gearbeitet wurde, baut man Naturstein heute meistens mit Seilsägen oder Schrämen ab und spaltet sie in Brocken der gewünschten Größe. Diese werden dann im Anschluss in steinverarbeitenden Betrieben zu Platten, Fliesen oder auch Steinteppichen weiter verarbeitet. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit sind dabei unterschiedliche Verarbeitungsmethoden nötig. Man unterscheidet bei Naturstein zwischen Hartgestein und Weichgestein, die jeweils auf besondere Art und Weise verarbeitet werden müssen, damit sich im fertigen Produkt keine Risse oder andere Schäden bilden. Aus dem Rohstoff werden Platten oder Fliesen mit einer Stärke von zwei bis vier Millimeter geschnitten, welche dann zu guter Letzt mit modernen Verfahren geschliffen und poliert werden.

Einsatzgebiete von Naturstein

Doch nicht nur die Verarbeitung von Naturstein ist von der Gesteinsart abhängig, sondern auch der Einsatzort. Ein bekanntes Hartgestein ist zum Beispiel Granit, der sehr oft für die Verkleidung von Außenfassaden eingesetzt wird. Für den Innenausbau von Badezimmern und anderen Nassräumen sind dagegen die Weichgesteine Sandstein und Marmor interessant, die für diesen Einsatzzweck besonders geeignet sind. Allerdings muss man hier auf die fachgerechte Fugenversiegelung achten, damit kein Wasser in das Material eindringen und es zerstören kann. Zudem muss man darauf achten, dass es bei Naturstein als natürlichem Baumaterial zu chemischen Reaktionen auf Umwelteinflüsse kommen kann, z.B. zu Reaktionen mit Säure, die das Material zerstören können. Für eine Fensterbank eignet sich daher z.B. ein Weichgestein besser, da es säurebeständiger ist als ein Hartgestein.

Die richtigen Fliesen finden

Wer sein Zuhause mit neuen Fliesen ausstattet, strebt in der Regel ein langfristiges Ergebnis an, denn die Verlegung dieses Bodenbelages ist mit hohem Aufwand und auch Kosten verbunden. Deshalb ist es wichtig, bei der Auswahl der Fliesen nicht nur auf optische Faktoren zu achten, sondern auch eine gute Qualität, denn nur so hat man lange Freude am Ergebnis. Zudem ist nicht jedes Fliesenmaterial für jeden Einsatzzweck geeignet, weshalb man sich vor dem Kauf umfassend informieren sollte. Die Materialien, aus denen die Kacheln bestehen, seien es nun Boden- oder Wandfliesen unterscheiden sich stark in ihren Produkteigenschaften, sodass diese dem jeweiligen Bedarf angepasst werden müssen.

Welche Fliesen sind für welchen Zweck geeignet?

Sehr begehrt als Bodenbelag sind Terrakottafliesen, denn sie schaffen ein mediterranes, warmes und gemütliches Ambiente, das zum Wohlfühlen einlädt. Man kann sie in verschiedenen Ausführungen bekommen. So werden sie sowohl naturbelassen als auch mit rauer oder polierter Oberfläche angeboten und glasiert. Da Bodenfliesen schnell verschmutzen und Flecken bekommen können, wodurch sie massiv an Attraktivität einbüßen, sollte man sie nach dem Verlegen mit Cootobeize, Wachs oder anderen geebneten Materialien behandeln und versiegeln.
Für die Verwendung im Badezimmer liegen Mosaikfliesen im Trend. Viele Menschen scheuen sich davor,größere Flächen mit diesen kleinen Fliesen zu gestalten, dabei ist das gar nicht so aufwändig, wie man vielleicht denken könnte, denn sie werden im Handel bereits auf Matten geklebt angeboten, die die Größe normaler Fliesen haben. So kann auch mit dem Muster nicht viel schiefgehen.
Falls ein Allergiker im Haus wohnt, sind Natursteinfliesen sehr zu empfehlen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch antiallergisch sind.

Edle Materialien

Sehr luxuriös und edel wirken Marmorfliesen. Diese sind allerdings sehr säure- und laugenempfindlich, weswegen die Verwendung in Küche oder Bad nicht empfehlenswert ist. Ein sehr hartes und kratzfestes Material ist Naturstein, aber auch dieser ist sehr anfällig für Verschmutzungen, weswegen man ihn unbedingt versiegeln sollte. Nicht so leicht zu reinigen, dafür aber frostsicher und rutschhemmend sind Kacheln aus Sandstein oder Schiefer. Dies macht sie, bei entsprechender Behandlung, sehr geeignet für den Außenbereich.

Natursteinfliesen selbst verlegen – so geht es

Natursteinfliesen sind sehr beliebt, denn sie bringen einen Hauch von Luxus und Individualität in den Innen- und Außenbereich. Dabei spielen sowohl die Robustheit und Widerstandsfähigkeit des Materials als auch seine optischen Qualitäten, die durch die individuelle Strukturierung gekennzeichnet ist, eine herausragende Rolle. Will man die Fliesen selbst verlegen, muss man sich vorher gut informieren, um zu entscheiden welches Verfahren man dabei anwendet und welche Platten für welchen Bereich des Hauses geeignet sind.

Welches Verfahren ist das richtige?

Nicht jedes Verlegeverfahren ist für alle Fliesen aus Naturstein gleichermaßen geeignet. Nur für sogenannte kalibrierte Fliesen kann man zum Verlegen das Dünnbettverfahren anwenden, denn sie sind maßgenau. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, das der Untergrund ausgeglichen wurde und somit eben ist. Bei nichtkalibrierten Fliesen müssen deren Unebenheiten ausgeglichen werden, weshalb nur das Mittel- oder Dickbettverfahren in Frage kommt.
Zum Verlegen der Natursteinfliesen verwendet man einen speziellen Fliesenkleber, nämlich Natursteinkleber, bei dem keine Gefahr besteht, dass es zu Verfärbungen auf den Kacheln kommt. Zudem ist es wichtig, auf ausreichend breite Fugen zu achten. Diese sollten mindestens zwei bis drei Millimeter breit sein. Haben die Natursteinfliesen ungleichmäßige Kanten, sind sieben oder acht Millimeter besser, denn auf diese Art beugt man Schäden vor, die bei Erwärmung und Ausdehnung des Materials auftreten könnten.

Natursteinplatten im Außenbereich

Platten aus Naturstein sind auch hervorragend für den Außenbereich geeignet. Allerdings muss man hier auf Frostbeständigkeit achten. Man sollte also nur ein Material wählen, das möglichst dicht ist, sodass kein Wasser eindringen kann. Auch Hohlräume und breite Fugen, in die leicht Feuchtigkeit eindringen kann, gilt es zu vermeiden. Wenn man beim Verlegen der Platten ein leichtes Gefälle von circa zwei Grad integriert, kann Regenwasser besser ablaufen. Für die Fugen verwendet man am besten einen spezielles Natursteinsilikon, denn dieses ist zum einen wasserdicht und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, zum anderen ist es aber auch elastisch und kann deshalb Bewegungen der Platten hervorragend ausgleichen. Nach dem Verlegen muss man die Fliesen dann noch imprägnieren, so schützt man sie vor Feuchtigkeit und Schmutz.

Der richtige Umgang mit Silikon

Um das Eindringen von Wasser in die Fugen und Fliesen im Bad zu verhindern, setzt man in der Regel Silikon ein. Der Umgang mit diesem Material ist nicht immer ganz einfach, aber wenn man einige Ratschläge beherzigt, kann man es ohne Probleme verarbeiten. Das Silikon wird im Handel in verschiedenen Farben angeboten. Beim Kauf ist es wichtig, dass man darauf achtet, das richtige Silikon für das jeweilige Projekt auswählt. Dieses ist z.B. vom Material der gewählten Fliesen abhängig. Für Natursteinfliesen beispielsweise bekommt man extra geeignetes Naturstein-Silikon, welches das Material nicht angreift. Verwendet man aggressivere Sorten, kann es zu hässlichen Flecken kommen. Fliesensilikon ist besonders für bewegliche Eckfugen geeignet.

Die Verarbeitung von Silikon

Gerade im Badezimmer kommt es häufig vor, dass die Fugen schimmeln oder verschmutzen. Dann kann man zu chemischen Hilfsmitteln greifen. Oftmals reicht das aber nicht mehr aus, dann muss man die Silikonfugen entfernen. Hinterher setzt man dann neue in. Dazu sind verschiedene Gerätschaften hilfreich. Eine Spritzpistole hilft bei der Verteilung des Materials. Eine Entlastung sorgt dafür, dass kein Silikon herausläuft, wenn man die Spritzpistole beiseite legt. Auch sollte man immer einen Lappen zur Hand haben, um Flecken gleich entfernen zu können. Spezielle Werkzeuge zum Glattstreichen, die man im Fachhandel erhält, erleichtern die Arbeit wesentlich. Als sehr hilfreich haben sich Sprühflaschen erwiesen, die mit einem Spülmittel-Wasserlösung gefüllt sind. Sprüht man die Fugen damit ein, lässt sich das Silikon wesentlich leichter glatt streichen. Auch das Werkzeug kann damit eingesprüht werden, um das Haften von Silikonresten zu vermeiden.

Was es noch zu beachten gilt

Man sollte auf keinen Fall einfach drauf los arbeiten, sondern zunächst die Gebrauchsanleitung des jeweiligen Silikons aufmerksam durchlesen, denn je nach Art unterscheiden sich die Zeiten, die das Material zum Trocknen braucht. Die Trocknungszeit ist zudem von der Raumtemperatur und von der herrschenden Luftfeuchtigkeit abhängig.
Wer sich bei der Vorgehensweise nicht ganz sicher ist, sollte einen Fachmann befragen oder die Arbeit gleich in professionelle Hände geben, so kann man sicher sein, dass sie fachgerecht und mit den richtigen Materialien ausgeführt wird.

Wissenswertes über Naturstein

Bei Naturstein handelt es sich um ein besonders schönes und vielseitig einsetzbares Material, das man sowohl als Fliesen im Innenbereich wie auch als Fassadenverkleidung oder für die Terrasse im Außenbereich verwenden kann. Dabei ist jede Fliese ein individuelles Einzelstück, denn aufgrund der unterschiedlichen Maserungen, Strukturierungen und Farbschattierungen ist jedes Exemplar ein Einzelstück. In Deutschland gibt es verschiedene Abbaugebiete für Naturstein, der größte Teil wird jedoch aus Ländern wie China, Italien oder Südamerika importiert und hier beispielsweise zu Fliesen oder Natursteinteppich weiter verarbeitet.

Die verschiedenen Natursteinarten

Man unterteilt Naturstein in sogenannte Weich- und Hartgesteine, die in unterschiedlichen Einsatzgebieten verwendet werden. Hartgesteine wie z.B. Granit finden sich vor allem in der Verkleidung von Fassaden, während Weichgesteine wie Sandstein oder Marmor in der Gestaltung von Badezimmern eingesetzt werden. Es ist wichtig, die unterschiedlichen Gesteinsarten im richtigen Einsatzgebiet zu verwenden, da es bei falscher Bearbeitung zu Rissen im Gestein kommen kann. Zudem spielen z.B. Witterungseinflüsse für die Haltbarkeit den Materials eine wesentliche Rolle. Bei der Bearbeitung von Naturstein ist es zudem wichtig, das richtige Werkzeug für das jeweilige Material zu verwenden.

Wie wird Naturstein abgebaut und verarbeitet?

Waren beim Abbau von Natursteinen in Steinbrüchen lange Zeit Sprengungen üblich, so kommen heutzutage eher Seilsägen oder Schrämen zum Einsatz. Die abgebauten Gesteinsbrocken werden mit Hilfe von Spaltwerkzeugen auf das gewünschte Format zugeschnitten und im Anschluss zu Platten mit einer Stärke von zwei bis vier Zentimeter verarbeitet. Dann durchlaufen sie noch eine sogenannte Fertigungsstraße, auf der die Fliesen geschliffen und poliert werden. Die Preise von Natursteinprodukten variieren sehr stark und sind unter anderem vom jeweiligen Einsatzort abhängig. So ist es keine Seltenheit, dass man für einen Waschtisch aus Marmor um die 800 Euro ausgibt, während Verblendungen für ungefähr 70 Euro pro Quadratmeter zu haben sind.
Beim Einsatz von Fliesen aus Naturstein im Bad sollten unbedingt die Fugen gut verarbeitet sein, damit kein Wasser in die Kacheln eindringen und sie so beschädigen kann. Zudem ist eine Imprägnierung der Fliesen unverzichtbar.

Information ist das A&O beim Fliesenkauf

Es ist nichts neues mehr, dass Fliesen zur Wand- und Bodengestaltung im ganzen Haus zum Einsatz kommen. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen sie lediglich im Bad und in der Küche verwendet wurden. Selbst in Schlafzimmern findet man sie mittlerweile und das aus gutem Grund, denn sie sind nicht nur praktisch und pflegeleicht, sondern im passenden Design auch äußerst dekorativ. Zieht man jedoch in ein neues Haus oder in eine neue Wohnung, findet man allzu häufig Fliesen vor, die alles andere als modern und dekorativ sind. Dann heißt es, alte Fliesen raus und neue rein. Doch welche sollen es sein? Welche passen zu welchem Raum? Wie findet man das richtige Fliesenmuster? Diese und andere Fragen sollte man vor dem Kauf unbedingt klären und dazu Informationen vom Fachmann einholen.

Die Qual der Wahl

Die Auswahl an Fliesen ist im Fachhandel nahezu unüberschaubar. Allein die Materialien sind sehr vielfältig. Sollen es Naturstein-oder Keramikfliesen sein? Oder doch lieber Feinsteinzeug? Hinzu kommt, dass es sie alle in verschiedenen Formen, Farben und Dekoren gibt. Kacheln aus Feinsteinzeug werde heute immer beliebter, denn sie sind pflegeleicht und robust und aufgrund ihrer Frostbeständigkeit auch hervorragend für den Außenbereich wie die Terrasse geeignet. Wer nach einer preiswerteren Alternative sucht, sollte einmal über PVC-Fliesen nachdenken, die heutzutage sehr dekorativ aussehen und durch ihre hervorragenden Eigenschaften bestechen. Natursteinarten sind dagegen etwas teurer, punkten aber durch ihre edle Optik und ihre ebenfalls positiven Eigenschaften. Lassen Sie sich beim Fachhändler über die jeweiligen Vor- und Nachteile der verschiedenen Fliesenarten informieren, um das Passende zu finden.

Vor dem Kauf den Materialbedarf berechnen

Bevor man zum Fliesenkauf schreitet, sollte man unbedingt den benötigten Materialbedarf berechnen. Dazu gehört auch, dass man einen Überschuss einbezieht, der beim Verlegen als Verschnitt anfällt. Dieser ist von der jeweiligen Verlegeart abhängig und beträgt bei einer geraden Verlegung ungefähr 7 – 10 %, bei einer Erregung im Diagonalverband sogar bis zu 15 %. Auch hier wird sie ein Profi mit Rat und Tat bei der Berechnung unterstützen und sein Fachwissen für Sie in Anschlag bringen.

Natürlich wohnen – mit Fliesen im Natursteinlook

Natürlichkeit liegt im Trend und das gilt auch für Wohnungen und Eigenheime. Naturstein ist daher als Boden- oder Wandbelag sehr angesagt, aber auch sehr teuer. Eine preisgünstigere Alternative bieten Fliesen im Natursteinlook, die ebenso attraktiv sind wie originaler Naturstein, außerdem aber die Vorteile von keramischen Bodenbelägen bieten. Sie bestechen durch ihren hohen Nutzungskomfort, sind ausgesprochen robust und dabei leicht zu reinigen. Zudem können sie hervorragend mit einer Fussbodenheizung kombiniert werden und erzeugen ein angenehmes Wohnklima. Da sie antiallergen sind, handelt es sich bei Keramikfliesen um den perfekten Bodenbelag für Allergiker.

Moderne Herstellungsverfahren machen einiges möglich

Die Auswahl ist vielfältig. Man findet die Fliesen im Granit-, Marmor-, Schiefer-, aber auch im Limestonelook. Möglich wird diese Vielfalt durch neueste Herstellungsverfahren, die Natursteinnachbildungen ermöglichen, die sogar für das geübte Auge des Fachmanns nur schwer von originalem Naturstein zu unterscheiden sind. Dabei unterscheidet man zwischen Natursteinrepliken, also getreuen Nachbildungen des Originals, und Natursteininterpretationen. Bei letzteren werden die besonderen optischen Eigenschaften des Natursteins in verschiedenen Farbvarianten und mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen verfremdet und kontrastiert.

Einsatzbereiche für Fliesen im Natursteinlook

Die Gestaltungsmöglichkeiten mit Fliesen im Natursteinlook sind nahezu grenzenlos. Sie sind als Bodenbelag und Wandverkleidung im Bad bestens geeignet, lassen sich aber auch für die einheitliche Bodengestaltung im gesamten Wohnbereich einsetzen. Auf diese Weise kann man vom Wohnzimmer über die Küche bis hin zum Außenbereich einen einheitlichen, zeitlosen Look erzielen, der kurze Modephasen überdauert. Und nicht nur optisch wird hier auf Einheitlichkeit gesetzt, sondern dank der unterschiedlichsten Oberflächenstrukturen auch was die Haptik angeht.
Darüber hinaus lassen sich die Platten sehr leicht verlegen, da sie auch im Großformat nur eine geringe Plattenstärke besitzen.
Die Fliesen in Natursteinoptik eignen sich besonders für große Flächen. Gerade mit großformatigen Platten lässt sich hier eine besondere Harmonie und Ebenmäßigkeit in der Flächenwirkung erreichen, die Ihresgleichen sucht. Die charakteristischen Unregelmäßigkeiten bei den Farbverläufen und Maserungen der Natursteine sind gezielt einsetzbar und bieten daher zahllose Möglichkeiten des dekorativen Einsatzes. An dieser Art der Bodengestaltung hat man lange Freude.

Natursteinfliesen fachmännisch reparieren

Egal ob fallende Vasen oder andere schwere Gegenstände, eine abgeplatzte Ecke auf einer Fliese stellt einen unattraktiven Anblick dar, der ausgebessert werden muss. Neben solchen Unachtsamkeiten können Fliesen jedoch auch witterungsbedingt splittern oder Risse bekommen. Abhilfe schafft hier der Einsatz von Kunstharz. Mit diesem lassen sich Risse in Fliesen schnell und effizient versiegeln. Sollte der Schaden einmal zu groß sein, muss die Natursteinfliese allerdings komplett ausgetauscht werden.

So können Sie mit wenigen Handgriffen Ihre Fliesen erneuern

Gerade für kleinere Schäden bietet der Markt zum Glück eine große Palette an Produkten, mit denen sich Risse oder Absplitterungen in Fliesen ausbessern lassen. Dazu muss man kein Experte sein, sondern in den meisten Fällen lediglich die Anleitung der Verpackung lesen. Achten Sie trotzdem auf das richtige Material, mit dem Sie Ihre Fliesen füllen oder versiegeln möchten. Infrage kommt meistens Epoxid- oder Polyesterharz. Für jede Fliese bietet sich dadurch die Wahl der richtigen Farbe an. Im Abschluss lässt sich nicht mehr erkennen, dass die Fliese über einen Riss verfügte. Bei Naturstein sollte Kunstharz als Füllmaterial Verwendung finden. Überstehendes Kunstharz kann nach dem Auftragen ganz einfach mit einem Schaber entfernt werden. Kunstharze sind in den meisten Fällen auf Mörtelbasis erhältlich. Als Beispielsrechnung kostet ein fünf Kilogramm schwerer Euro etwa 87 Euro. Mithilfe dieses Kunstharzes lässt sich außerdem die Oberfläche der Fliesen, vor der Trocknung des Harzes, nachbilden.

Reparatur mit Hartwachs

Natursteinfliesen lassen sich aber auch mit Hartwachs reparieren. Dafür gibt es zahlreiche Anbieter, die sich auf Reparatur-Sets für Natursteine spezialisiert haben. Erhältlich sind Hartwachse in diversen Schattierungen und Farben. Die benötigten Werkzeuge erhalten Sie gleich mit dazu. Die Hartwachse werden erhitzt, in den Riss getropft und können ausgehärtet durch einen Verschluss der Risse überzeugen. Im Handel sind solche Komplett-Reparatur-Sets bereits ab ungefähr 50 Euro im Fachhandel zu haben.

Ein weiterer TIPP:
Mischen Sie Farbschattierungen selber an. Dies spart Geld und Zeit. Farbpigmente sind in riesiger Auswahl separat erhältlich und lassen sich optimal mit Harz kombinieren.

Kompletter Austausch

Manchmal kommt es vor das aufgrund großer Risse der Naturstein komplett ausgetauscht werden muss. Für die Optik ist eine Ausbesserung bei großen Rissen nämlich nicht vorteilhaft. Halten Sie für diesen Fall stets einige Ersatz-Platten auf Lager. Denselben Farbton wieder zu bekommen erweist sich ansonsten als recht schwer. Der Austausch der Platte sollte von einem Fachmann übernommen werden, da ein eigenständiges Herauslösen in den meisten Fällen weitere Risse auf umliegende Platten nach sich zieht. Das Verfugen sollten Sie ebenfalls von einem Profi ausführen lassen. Wichtig ist das die Verfügung wetter- und witterungsbeständig ist. Achten Sie auf die Beauftragung eines erfahrenen Fliesenlegers, der sein Handwerk versteht.

Fazit

Viele Risse können Sie selbstständig versiegeln. Sollte der Schaden etwas größer ausfallen, hilft nur das Auswechseln der Platte. In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt die Expertenmeinung eines Fachmanns zurate holen.

Naturstein-Platten – eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Fliesen

Bei der Wohngestaltung kommen Naturstein-Platten immer häufiger zum Einsatz. Immerhin verleihen sie den Wohnräumen ein außergewöhnliches und damit besonderes Ambiente. Neben dem exklusiven Aussehen schaffen es die Fliesen aus Naturstein auch, durch Qualität zu überzeugen. Hier erfahren Sie, warum das so ist.

Allgemeines zu Naturstein-Platten

Die Millionen Jahre alten Natursteine werden heute mit wenig Aufwand aus den Steinbrüchen abgebaut und zu Steinplatten verarbeitet. Als solche können sie sowohl als Boden- oder Wandverkleidung in den Innenräumen eingesetzt werden oder selbst Terrassen verzieren. Die Innen- und Außenbereiche werden durch die Fliesen aus Naturstein-Platten zu harmonischen Erholungsorten. Dabei sind diese Fliesen ökologisch völlig unbedenklich, da sie aus rein natürlichem Baumaterial bestehen. Wir erklären Ihnen die sonstigen Eigenschaften der Naturstein-Platten.

Eigenschaften

Naturstein wurde bereits im antiken Rom zur Gestaltung der Bäder verwendet. Dabei stellt sich natürlich die Frage, welche Vorzüge die Naturstein-Platten neben ihrem exklusiven Aussehen bieten können. Darauf gibt es eine Reihe Antworten, die wirklich überzeugend sind:

– Naturstein ist anti-allergen, zumal er als rein natürliches Baumaterial keine Schadstoffe enthält.
– Fast alle Natursteine sind sehr frostbeständig und weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit und hohen Temperaturen auf.
– Manchmal wird den Naturstein-Platten vorgeworfen, nicht pflegeleicht zu sein. Dabei sind diese, insbesondere geschliffen, wirklich leicht zu pflegen.
– Naturstein-Platten tragen zu energieffizientem Heizen bei, da sie wegen der natürlich hohen Leitfähigkeit die Wärme der integrierten Heizung optimal in den Raum leiten.
– Natursteine sind sehr beständig gegenüber mechanischen Einflüssen. Dies betrifft vor allem Hartgesteine, wie beispielsweise Basalt oder Quarzit.

Naturstein stellt einen idealen Werkstoff dar, sowohl in optischer, als auch in funktionalen Hinsicht. Dazu lässt er sich entweder als Fensterbank, als Bad-Waschtisch oder als Bodenbelag für jede Immobilie verarbeiten.

Auswahl der richtigen Gesteinsart

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Fliesen aus Naturstein-Platten in Ihrem Zuhause verlegen zu lassen, sollten Sie berücksichtigen, dass die verschiedenen Gesteinsarten jeweils unterschiedliche Vorzüge aufweisen können. So stehen neben Marmor beispielsweise Schiefer, Basalt, Quarzit, Sandstein, Granit, Travertin oder Kalkstein zur Verfügung. Für die Auswahl des richtigen Gesteins ist oft die Farbe entscheidend. So wird für ein Bad im mediterranen Stil Sandstein oder Travertin ausgewählt. Schiefer, Marmor oder Granit sind in Rot, Rosé, Dunkelgrün, Blau, Grau und Schwarz erhältlich, so dass den Gestaltungsideen der einzelnen Räume keine Grenzen gesetzt werden.

Neben den Farben und Mustern variieren auch die Eigenschaften der einzelnen Gesteine. So wird Travertin gern für das Bad oder den Pool-Bereich ausgewählt, da er dank der porösen Oberfläche Rutschsicherheit bietet. Die Auswahl des jeweiligen Natursteins wird also auch durch den Verwendungszweck bestimmt.

Die Kosten der Naturstein-Platten

Der Preis hängt von der jeweiligen Gesteinsart ab. Auch innerhalb einer Gesteinsart können die Preise variieren – abhängig von Farbe, Muster und der Verarbeitungsart. Der Preis wird zusätzlich durch die Plattendicke beeinflusst. Daher sind die folgenden Angaben lediglich als Richtwerte zu verstehen. Für einen exakten Preis sollte ein Fachhandel kontaktiert werden.

Travertin oder Schiefer kosten ca. 30 EUR/m2
Basalt und Kalkstein kosten ca. ab 40 EUR/m2
Platten aus Sandstein kosten ca. 50 EUR/m2
Marmor kostet ca. 65 EUR/m2

Fazit

Die Platten aus Naturstein besitzen nicht nur exklusives Aussehen, sondern überzeugen durch ihre Stabilität und die Hitze- und Frostbeständigkeit. Dank hoher Wärmeleitfähigkeit leiten sie optimal die Wärme in den Raum und sind daher energieeffizient. Somit bereichern die Fliesen aus Naturstein Ihr Zuhause nicht nur in optischer, sondern auch in funktionaler Hinsicht.

Treppenfliesen – was muss man beachten?

Bei Treppenfliesen für den Innen- oder Außenbereich stehen neben den optischen Eigenschaften auch die Sicherheit und die Qualität des Materials im Vordergrund. Zum einen soll der Belag der Treppe eine harmonische Einheit mit dem übrigen Raum bilden, zum anderen werden Treppen in der Regel intensiv genutzt, so dass die Langlebigkeit und Robustheit sowie Sicherheitsaspekte der Fliesen nicht vernachlässigt werden dürfen. Wer also den Bau einer Treppe plant, muss versuchen optische und materialtechnische Gesichtspunkte unter einen Hut zu bekommen.

Die passenden Fliesen für Treppen

Besonders empfehlenswert für Treppen sind keramische Fliesen, die sich besonders leicht reinigen lassen, eine Eigenschaft, die insbesondere in viel belaufenen Treppenhäusern von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Spezielle Treppenfliesen sind auch schon mit einem passenden Profil an der vorderen Stufenkante ausgestattet, die eine rutschhemmende Wirkung haben, was vor allem bei einem glatten Material sehr wichtig ist, damit niemand beim Hinabsteigen ins Schleudern kommt.
Für Treppen im Außenbereich sind aber auch andere Materialien wie Natur- oder Betonstein geeignet. Hier ist es vor allem wichtig, dass das Material frostresistent, eine Eigenschaft, über die Naturstein verfügt. Fliesen für den Außenbereich sollten zudem immer glasiert sein, damit keine Feuchtigkeit eindringt, die die Rutschgefahr um ein Vielfaches erhöht. Auch hartnäckigen Schmutzablagerungen wird so vorgebeugt. Natursteine, die sich als Treppenbelag für den Außenbereich besonders eignen, sind z.B. Granit, Terracotta oder Sandstein – Materialien, die auch für den Innenbereich geeignet sind und hier auch in verschiedenen Kombinationen zum Einsatz kommen können.

Treppenfliesen richtig verlegen

Bei Treppen unterscheidet man zwischen Sockelbereich sowie Tritt- und Setzstufen (senkrechter Bereich zwischen zwei Trittstufen). Diese drei Komponenten sollen ein harmonisches Ganzes ergeben.Die Trittfliesen können mit einem geringen Überstand verlegt werden, so dass sich die Auftrittsfläche vergrößert und die Sicherheit erhöht wird. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Fugen gewidmet werden, insbesondere wenn schmale Keramikplatten verwendet werden, damit die beim Benutzen der Treppe entstehenden Spannungen gut ausgeglichen werden können. Breite Fugen im Bereich der Sockelplatten sorgen zudem für eine schalldämmende Wirkung.