Was tun bei beschädigten Fliesen?

Fliesen sind ein sehr robustes und langlebiges Baumaterial. Trotzdem kann es nach jahrelangem Gebrauch oder durch das Herabfallen harter Gegenstände zu Schäden wie Rissen bzw. kleineren oder größeren Rissen kommen, die den Gesamteindruck des Raumes stören. Allerdings ist es unsinnig, bei kleinen Schäden gleich die ganze Fläche zu sanieren und neue Fliesen zu legen. Das hieße, mit Kanonen auf Spatzen schießen. Sind die Schäden allerdings umfangreicher, wie z.B. große Löcher oder Risse, die sich durch die ganze Fliese ziehen, ist es ratsam, diese auszubessern. Dazu wird die beschädigte Fliese aus dem Verband herausgelöst, indem man sie aus den Silikonfugen heraushebelt und vom Fliesenkleber ablöst. Dabei muss man behutsam vorgehen, um die benachbarten Fliesen nicht in Mitleidenschaft zu ziehen. Hilfreich ist es auch, die kaputte Fliese mit einem Hammer zu teilen. Im Anschluss schließt man die entstandene Lücke mit einer neuen Fliese.

Fliesen ausbessern – auf das Material achten

Die Ausbesserung einer kaputten Fliese ist allerdings auch vom Material abhängig, aus der sie besteht. So bedarf Naturstein einer anderen Verarbeitung als beispielsweise glasierte Fliesen. Im Fliesenhandel findet man diverse Produkte zur Reparatur der beschädigten Teile. So auch Lack für glasierte Fliesen. Oft ist es aber schwierig, diesen im richtigen Farbton zu finden. Größere Löcher müssen zunächst mit Gips ausgefüllt werden, bevor man den Lack aufträgt. Dabei sollte man darauf achten, die Masse ganz glatt zu streichen. Falls es doch zu winzigen Unebenheiten kommt, können diese mit Schmirgelpapier oder einer Feile entfernt werden, sobald der Gips getrocknet ist.

Bohrlöcher im Bad entfernen

Beim Auszug aus einer Mietwohnung steht man vor dem Problem, diese in einem guten und renovierten Zustand übergeben zu müssen. Gerade im Bad finden sich zahlreiche Löcher, die in die Kacheln gebohrt wurden, um die Dusche, Handtuchhalter etc. zu befestigen. Solange sich die Anzahl der Löcher im Rahmen hält, ist der Mieter nicht verpflichtet, diese zu beseitigen. Sind es allerdings zu viele, kann der Vermieter auf das Verschließen der Löcher bestehen, da sie nicht nur eine optische Störung sind, sondern auch Feuchtigkeit eindringen kann. Hier ist es am besten, einen Fachmann mit der Angelegenheit zu betrauen, um auf Nummer sicher zu gehen.