Wie ermittelt man die richtige Fugenbreite?

Das Verlegen von Fliesen setzt vor Beginn der Arbeiten einiges an Vorbereitungen und Planung voraus. Besonders wichtig ist es, die zu fliesende Fläche sorgfältig zu vermessen, denn nur so kann man den voraussichtlichen Materialbedarf bestimmen. Dazu gehört nicht nur die Anzahl der Fliesen, sondern auch die Menge der anderen benötigten Werkstoffe wie Fugenmörtel oder Fliesenkleber. Während mit dem Fliesenkleber die Fliesen befestigt werden, benötigt man den Fugenmörtel als Schutz vor eindringender Feuchtigkeit und zum Ausgleich von Spannungsunterschiede, die bei unterschiedlicher Belastung auftreten können. Dazu wird er übereinstimmend zur Fugenbreite zwischen die Kacheln gezogen. Die Fugenbreite ist abhängig von der Größe der Platten, aber auch vom Material.

Bestimmen der Fugenbreite

In der Regel wird die Fugenbreite mittels der Fliesenfläche bestimmt, wobei besonders das Format der einzelnen Fliesen von Bedeutung ist. Dabei gilt: je kleiner die Fliese, desto schmaler die Fuge. In der Regel liegt die Varianz der Fugenbreite zwischen zwei und zwanzig Millimetern. So kann man z.B. bei einer Kantenlänge von 200 Millimetern von einer Fugenbreite von 3 Millimetern ausgehen. Beim Verlegen werden die Platten mit Hilfe von sogenannten Fugenkreuzen gerade ausgerichtet.

Fugenbreite bei verschiedenen Fliesenmaterialien

Nicht zu vernachlässigen bei der Bestimmung der richtigen Fugenbreite ist die verwendete Fliesenart, denn unterschiedliche Materialien bedürfen unterschiedlicher Fugenbreiten. Außerdem spielt es eine Rolle, ob die Kacheln an der Wand oder am Boden verlegt werden soll. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass die Fugenbreite an der Wand geringer ist als die am Boden. Bei Fliesen aus Naturstein sollte die Breite der Fugen nicht größer als vier Millimeter sein, dasselbe gilt z.B. auch für Feinsteinzeug. Der Grund dafür ist, dass die Fugen nach dem Auftragen so schnell wie möglich trocknen müssen, damit das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert wird.
Welches Fugenmaterial Sie verarbeiten, bleibt Ihnen überlassen, möglich ist jedes. Es empfiehlt sich jedoch, die Fugenbreite von vornherein festzulegen und den Materialbedarf danach zu berechnen. Wer sich bei der ganzen Problematik nicht sicher ist, kann aber guten Gewissens einen erfahrenen Profi um Rat fragen.