Wofür braucht man eigentlich einen Zahnspachtel?

Wer selbst Fliesen verlegen möchte, kommt um ein Werkzeug nicht herum: den Zahnspachtel. Diesen nennt man, abhängig von der Größe, auch Zahnkelle und er erlaubt ein sauberes Arbeiten, bei dem man sich nicht ständig Gedanken um die Entfernung überschüssiger Fliesenmasse machen muss.

Doch was ist eigentlich ein Zahnspachtel?

Es handelt sich dabei um ein dünnes Stahlblech, das mit einem Griff versehen ist, der aus Holz oder Kunststoff besteht. Der Griff kann auf zweierlei Arten an der Kelle befestigt sein, zum einen an der oberen Kante oder aber parallel zur Platte, sodass man ihn seitlich hält. Mindestens eine und bis zu drei Seiten der Metallplatte sind am Rand mit einer Zahnung ausgestattet, die dem Werkzeug den Namen gegeben hat. Es gibt dreieckige, rechteckige oder runde Zahnungen unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichem Abstand. Diese werden mit verschiedenen Kurzbezeichnungen nach Maßgabe der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) , bestehend aus einem Buchstaben und einer Zahl, gekennzeichnet. Der Buchstabe gibt dabei die Art der Zahnung und die Zahl die Größe an. So bezeichnen z.B. die Kürzel C1 bis C5 Rechteck-Zahnungen und S1 bis S4 sind Dreieck-Spitzzahnungen. Zudem gibt es sogenannte Knickzahnkellen, mit denen man die verwendete Menge an Spachtelmasse besonders gut dosieren kann.

Wofür wird ein Zahnspachtel verwendet?

Die Hauptaufgabe eines Zahnspachtels ist es, den Fliesenkleber oder die Spachtelmasse auf die Fläche aufzutragen, auf der die Fliesen verlegt werden sollen. Dadurch wird der Auftrag der Masse eben und gleichmäßig. Dabei ist die Größe des verwendeten Zahnspachtels vom Untergrund und dem Material, das geklebt werden soll abhängig. Einen Hinweis dazu findet man in der Regel auf der Verpackung des Fliesenklebers. Durch das Auftragen der Masse mit dem Zahnspachtel entsteht ein Rillenmuster, das ein sogenannter Verdrängungsraum entsteht, d.h. beim Aufbringen der Fliesen kommt es nicht zu einem übermäßigen Herausquellen des Materials aus den Fugen. Bei der Arbeit sollte man auch auf die Menge der verwendeten Fliesenmasse achten. Auch dazu findet man Hinweise der TKB auf der Verpackung.