Zementfliesen verlegen – eine Kunst für sich

Das Verlegen von Fliesen ist eine der schwierigsten handwerklichen Arbeiten überhaupt. Erfahrung und Fachwissen über die verschiedenen Baustoffe sollten unbedingt vorhanden sein.
Speziell Zementfliesen, einerseits sehr beliebt und vielseitig einsetzbar, sind andererseits aber hinsichtlich falscher Handhabung bei der Verarbeitung sehr nachtragend. Unsachgemäße Behandlung kann zu Beschädigung oder gar kompletter Zerstörung und somit zu teurer Nacharbeit führen.

Vorbereitung

Elementar wichtig ist die Beschaffenheit des Untergrundes. Dieser muss sauber, trocken und eben sein. Insbesondere absolute Trockenheit vermeidet die spätere Bildung von Kalkstein und Flecken.

Verlegung

Der Zementkleber wird mit einer 10-er Zahnung auf die Unterseite der Fliesen aufgetragen. Dieses Verfahren nennt man buffer floating . Die Fliesen selbst werden mit der Hand positioniert. Hierbei ist auf eine gleichmäßige Fuge von 1-2 mm zu achten. Als Hilfsmittel sehr dienlich ist ein Spatel, dessen Klinge von der Dicke her diesem Abstand in etwa entspricht. Nach erfolgter Verlegung die Fläche gut austrocknen lassen und anschließend mit Wasser die Staub- und Pigmentschicht wegwischen.

Verfugen

Hier kommt es zunächst auf die Verwendung des richtigen Materials an. Es empfiehlt sich Mittelbettmörtel, der schnell aushärtet dabei aber doch flexibel ist. Falscher Mörtel kann Verformung oder gar Reißen der Fliesen verursachen. Die Fugenmasse sollte in jedem Falle auch farblos sein, da die Farbpigmente in flüssigem Zustand in das Verlegewerk einziehen können. Nachdem die Fugenmasse ausgetrocknet ist, muss die gesamte Fläche wieder gründlich gereinigt werden. Hier ist ein feuchter Schwamm ein gutes Hilfsmittel. Von der Verwendung eines „Zementschleier-Entferners“ ist dringend abzuraten, da dieser die Farben angreifen kann. Das Gleiche gilt für säurehaltige Reinigungsmittel.

Versiegeln

Die Versiegelung kann erst erfolgen, wenn der Untergrund komplett sauber und trocken ist. Die Versiegelung trägt man am besten mit einem Pinsel oder einer kleinen Malerrolle dünn und gleichmäßig auf. Diesen Vorgang sollte man wiederholen, bis die Fläche komplett gesättigt ist. Ungeübte sollten den Auftrag anhand einer Probefliese vorher austesten. Zuviel verwendetes Material kann glänzende Spuren hinterlassen.

Pflege

Auch hier sollte auf säurehaltige Reinigungsmittel verzichtet werden, es besteht die Gefahr, dass die Versiegelung angegriffen wird. Milde Seife und warmes Wasser sind da die Bessere Wahl. Nach dem Putzen verbliebene Flecken kann man mit einem Spülschwamm oder einem Lösungsmittel zu Leibe rücken.